Tarifverhandlungen: Arbeitgeber liefern provokantes Angebot

Tarif Verhandlungen in sächsischen Verkehrsbetrieben gehen weiter

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Foto: ollo/Getty Images

Ein provozierendes Angebot hat der Kommunale Arbeitgeberverband Sachsen in der Tarifverhandlung im Montag zum Neuabschluss eines Nahverkehrs-Vertriefvertrages in Sachsen vorgelegt. Das Angebot der Arbeitgeber sei ein Verschlechterungskatalog, in dem die Leistungen der Beschäftigten herabgewürdigt würden, so ver.di Verhandlungsführer Gerd Doepelheuer. Betroffen sind die Verkehrsbetriebe in den Städten Leipzig, Dresden, Chemnitz, Zwickau und Plauen.

Die Beschäftigten forderten unter anderem eine Reduzierung der wöchentlichen Arbeitszeit bei vollem Lohnausgleich, eine Mindestruhezeit zwischen den Diensten von 12 Stunden und keine Kürzung der Jahressonderzahlung bei Krankheit. Der Arbeitgeberverband hingegen sah in seinem Angebot Eigenfinanzierung von Arbeitszeitverkürzungen, Streichung von Zeitzuschlägen und eine nachträgliche Verschlechterung von Zusatzurlaub für Altersbeschäftigte vor. Die Tarifverhandlungen werden am 2. Mai fortgesetzt.