Update: SolarWorld-Insolvenz - Wirtschaftsminister kommt zum Krisengespräch

Wirtschaft Auch der Freiberger Standort ist betroffen

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Solarworld in Freiberg. Foto: Wieland Josch

Freiberg/Bonn. Das Unternehmen SolarWorld, welches unter anderem über mehrere Standorte in Freiberg verfügt, meldet Insolvenz an.

"Der Vorstand der SolarWorld AG ist heute zu der Überzeugung gelangt, dass im Zuge des aktuellen Geschäftsverlaufs und der weiter voranschreitenden Preisverwerfungen keine positive Fortbestehensprognose mehr besteht, die Gesellschaft damit überschuldet ist und somit eine Insolvenzantragspflicht besteht. Für die Tochtergesellschaften der SolarWorld AG wird die jeweilige Insolvenzantragspflicht geprüft", teilte der Konzern am Mittwoch mit.

Vor diesem Hintergrund wolle man den Insolvenzantrag unverzüglich beim zuständigen Amtsgericht stellen. Damit wird deutlich, dass der erst kürzlich verkündete Einsparungskurs nicht ausreicht, um weiter erfolgreich produzieren zu können.

Mischt sich die Politik ein?

Das Unternehmen ist seit 2000 in Freiberg tätig, als es die aus dem VEB Spurenmetalle und dessen Nachfolgeunternehmen, der "Freiberger Elektronikwerkstoffe Produktions- und Vertriebsgesellschaft", hervorgegangene BayerSolar übernahm. Aktuell arbeiten hier 1200 Mitarbeiter, davon 1100 Festangestellte.

Wie ernst die Lage auch von der Politik betrachtet wird, zeigte sich daran, dass am Donnerstag Sachsens Wirtschaftsminister Martin Dulig zu einem Krisengespräch mit Mittelsachsens Landrat Matthias Damm und Freibergs Oberbürgermeister Sven Krüger in die Universitätsstadt kam.

Er sprach dabei von einer bitteren Nachricht, vor allem für die Mitarbeiter des Unternehmens. Man wisse noch zu wenig über die Hintergründe und suche das Gespräch mit Betriebsrat und Geschäftsführung.

Weitere Infos folgen unter www.blick.de.