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Mehr Erfolg dank der richtigen Körpersprache

Job und Karriere: Nonverbale Signale gewinnbringend einsetzen

Um karrieretechnisch voranzukommen, muss man immer wieder überzeugend auftreten. Dabei spielt das, was man sagt, nur eine untergeordnete Rolle. Studien haben gezeigt, dass es viel mehr auf nonverbale Signale, also die richtige Körpersprache ankommt.

Mit Ihrer Hilfe lässt sich das Gesagte unterstreichen und verstärken. Zudem verbessert man den Eindruck, den man beim Gegenüber hinterlässt, wenn man die richtige Haltung annimmt. Wer sich also seiner Körpersprache bewusst wird und sie gezielt einsetzt, wird seine beruflichen Ziele eher erreichen.

Was man dabei beachten sollte - und was auf gar keinen Fall erlaubt ist - zeigt dieser Artikel.

 

Es beginnt schon bei der Begrüßung

Der erste Eindruck ist gerade im Geschäftsleben von großer Bedeutung. Er lässt sich nämlich, wenn er denn schlecht ist, kaum noch revidieren. Weckt man hingegen beim Gesprächspartner direkt Sympathie, kann das später sogar eventuelle Schwächen kaschieren.

Viel hängt dabei vom Händedruck ab. Dass er weder zu lasch noch zu fest sein sollte, ist kein großes Geheimnis. Es wird jedoch oft vergessen, dabei Blickkontakt zu halten und freundlich zu lächeln. Diese beiden Signale stehen für Offenheit, Aufrichtigkeit und Freude darüber, den anderen kennen zu lernen. Egal ob bewusst oder unbewusst: Wer sich so verhält, wird direkt positiv wahrgenommen.

 

Präsentationen erfolgreich meistern

Wer vor Kollegen, Vorgesetzten oder Kunden einen Vortrag halten muss, kann mit einigen Tricks dafür sorgen, dass er seine Zuhörer von seinen Ideen überzeugt.

  • Auch wenn es sich vielleicht komisch anhört: Es kann enorm helfen, sich vor der Präsentation zwei Minuten lang breitbeinig und mit nach oben gestreckten Armen hinzustellen. Die Psychologin Amy Cuddy konnte belegen, dass sich eine sogenannte Powerpose positiv auf den Hormonhaushalt auswirkt. Die Folge ist ein erhöhtes Selbstvertrauen.
  • Während man spricht, kann man die Wirkung seiner Worte mit Gesten unterstreichen, etwa um besonders wichtige Inhalte deutlich zu machen. Wichtig ist, sie dosiert einzusetzen. Sind die Hände ständig unterwegs, wirkt man nervös und unvorbereitet, was dazu führt, dass die Zuhörer abschalten.
  • Man sollte außerdem Blickkontakt zum Publikum halten. So vermittelt man Aufrichtigkeit, während ein ziellos im Raum umherschweifender Blick auf das Gegenteil schließen lässt. Länger als drei Sekunden pro Person sollte der Augenkontakt aber nicht dauern, da er sonst wie unangenehmes Starren wirkt und beim Gegenüber Unbehagen auslöst.

 

Mit dem ganzen Körper aufmerksam zuhören

Nicht nur beim Sprechen, sondern auch beim Zuhören kommt viel darauf an, welche Körperhaltung man einnimmt. Beim Sitzen sollte man darauf achten, dass beide Füße locker auf dem Boden stehen und den Oberkörper leicht nach vorne neigen. Der Blick bleibt auf den Sprecher gerichtet. So zeigt man mit dem ganzen Körper, dass man aufmerksam und interessiert bei der Sache ist.

Vermeiden sollte man hingegen, sich im Stuhl zurückzulehnen, die Arme zu verschränken oder ständig Richtung Tür zu blicken. Denn damit vermittelt man den Eindruck, dass einen das Gesagte nicht wirklich interessiert und man lieber ganz wo anders wäre.

 

Tipps für besseres Verhandeln

Von besonderer Wichtigkeit für den beruflichen Erfolg sind die Verhandlungen mit potentiellen Kunden. In solchen Situationen helfen zwei einfache Tricks, die Aussichten auf einen Vertragsabschluss zu erhöhen:

1. Der Chamäleon-Effekt
Ist das Gegenüber sympathisch, nimmt man oft unwillkürlich eine ähnliche Körperhaltung an. Diesen Effekt kann man auch umkehren. Wer sich also ähnlich hinsetzt wie der Verhandlungspartner, löst bei diesem unbewusst den Eindruck aus, dass man ein gemeinsames Ziel verfolgt. Dabei muss man sehr subtil vorgehen, damit sich der andere nicht nachgeäfft fühlt.

2. Der Schulterschluss
Sitzt man einem Verhandlungspartner am Tisch gegenüber, entsteht durch die räumliche Distanz  gleichzeitig eine emotionale. Die lässt sich überwinden, in dem man sich seitlich neben den Verhandlungspartner begibt. So ist man nicht nur körperlich, sondern auch mental auf derselben Seite. Am einfachsten ist es, dem Gesprächspartner im Lauf der Verhandlung ein Dokument zu zeigen und den Schulterschluss so "nebenbei" entstehen zu lassen.

 

Weiterführende Informationen

Wer sich für das Thema Körpersprache interessiert, dem sein an dieser Stelle dieses kostenlose E-Book der erfolgreichen Business-Coaches Benedikt Ahlfeld und Anna Lassoncyk empfohlen. Es enthält viele weitere nützliche und interessante Informationen, etwa zu den internationalen Unterschieden bezüglich nonverbaler Signale. Wer oft mit Kunden oder Geschäftspartnern aus dem Ausland zu tun hat, kann so Fettnäpfchen vermeiden.