Das sagt Sarah Connor zum Radio-Boykott ihrer Single

Wegen einer Textzeile weigerten sich Radiosender, Sarah Connors neuen Song "Vincent" zu spielen, nahmen ihn sogar aus dem Programm. Nun äußert sich die Sängerin selbst zum Boykott.

Gerade hat Sarah Connor ihr Album "Herz Kraft Werke" veröffentlicht, da sorgt auch schon ein kleiner Skandal für Aufsehen. Einige Radiosender weigern sich, die erste Single "Vincent" zu spielen - wegen einer einzigen, offenbar als anstößig empfundenen Textzeile. Nun hat sich die Sängerin in einem Interview mit RTL selbst zu dem Boykott einiger Radiostationen geäußert.

"Ich habe natürlich damit gerechnet, dass die erste Zeile Menschen verblüfft, überrascht, empört", so die 38-Jährige. Sie habe den Song, der mit dem Satz "Vincent kriegt keinen hoch, wenn er an Mädchen denkt" beginnt, zuvor nicht nur ihrer Plattenfirma vorgespielt, sondern auch ihren Kindern.

Den Jungen im Lied gibt es wirklich

Denn, so erklärt Connor weiter, den Jungen im Lied, der sich als homosexuell outet, gibt es wirklich. Er sei ein Freund ihrer Kinder, ihm habe sie das Lied gewidmet, weil sie von seinem Coming-out so beeindruckt gewesen sei. Die Reaktion der Öffentlichkeit habe sie zwar einerseits erwartet, doch sei sie auch verwundert: "Ehrlich gesagt gab es niemanden, der nicht am Ende des Songs verstanden hatte, dass es um Liebe geht."

Dass es wohl trotzdem noch immer nicht möglich sei, so offen über Liebe und Homosexualität zu singen, sehe sie aber auch als Chance. "Wir tun ja immer so, als wäre es überall, als wäre es völlig in Ordnung, und dann bringt es ein Song auf den Punkt, und dann gibt's plötzlich Ressentiments", beschreibt Connor ihren Eindruck. "Ich finde, man sollte es als Chance ergreifen, darüber zu sprechen."