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Der Gott des Schabernacks ist endlich zurück

Serienkritik Tom Hiddleston überzeugt erneut als Loki

Nadines Serien-Tipp:

Werden Fans des Marvel-Cinematic-Universe nach ihrem Lieblingsschurken gefragt, dann dürfte ein Name wohl recht häufig genannt werden: Loki. Zugegebenermaßen bietet es durchaus Diskussionspotenzial, ob er denn tatsächlich ein Bösewicht ist oder eben nicht. Zwar geht der Angriff auf New York im ersten "Avengers"-Film (2012) auf sein Konto und auch seinen Bruder, den Donnergott Thor, hat er mehr als einmal hintergangen. Aber trotz allem hat sich sein Charakter seit seinem ersten Auftritt in "Thor" (2011) wirklich stark verändert - meist zum positiven, weshalb man dem charmanten Halbgott eigentlich auch nicht lang böse sein kann.

Knapp 300 Minuten großes Kino

Nach den Ereignissen von "Avengers: Endgame" (2019) ist der 40-jährige Tom Hiddleston ("The Night Manager") nun wieder als Gott des Schabernacks zu sehen. Diesmal allerdings nicht auf der großen Leinwand, sondern in der aktuell sechs Episoden umfassenden Serie "Loki", die exklusiv auf Disney+ läuft. In den je zirka 50 Minuten umfassenden Folgen muss sich Loki vor der TVA - der Time Variance Authority - seinen Verbrechen gegen die Zeit stellen und unterstützt schließlich die Organisation rund um Agent Mobius, gespielt von Owen Wilson ("Nachts im Museum", "Wunder"), dabei die wahre Zeitlinie zu bewahren. Dass dabei nicht alles so läuft, wie geplant, ist, erinnert man sich an frühere Taten von Loki, eigentlich kaum verwunderlich.

Wie geht es mit dem MCU weiter?

Hiddleston überzeugt dabei an der Seite von Stars wie Owen Wilson und Sophia Di Martino ("Yesterday"), verleiht Loki noch einmal ganz neue Charakterzüge und zeigt eine Seite von ihm, die sonst eher im Verborgenen geblieben ist. Bildgewaltig, wie man es von Marvel-Produktionen gewöhnt ist, ist die Serie auch auf dem heimischen Fernseher durchaus schön anzusehen. Die Handlung bietet dem Zuschauer dabei, trotz verhältnismäßig ernstem Setting, einige Lacher sowie zahlreiche Aha-Momente, die Schlüsse auf die Zukunft des MCU zulassen oder sie, besser gesagt, zumindest erahnen lassen.

Hohes Level auch bei Serienformaten

Marvel beweist mit "Loki" nach Serien wie "WandaVision" oder "The Falcon and the Winter Soldier" erneut, dass sie nicht nur Stories auf der großen Leinwand erzählen können, sondern das Level mit einer hohen Handlungskomplexität, einem herausragenden Cast sowie einer starken bildlichen Gestaltung auch bei Serienformaten hochhalten können. Einziges Manko: Es bleibt zu hoffen, dass Marvel "Loki" nicht nur nutzt, um den Übergang in die neue Phase des MCU zu schaffen. Denn, Achtung Spoiler, das Ende der ersten Staffel ist durchaus wegbereitend für die weitere Entwicklung des Filmuniversums - Stichwort: Multiversum.

Zweite Staffel bereits angekündigt

Für Marvel-Fans und alle die es noch werden möchten, ist die Serie auf jeden Fall ein absolutes Muss. Wie es inhaltlich mit "Loki" weiter geht, lässt sich zwar zum jetzigen Zeitpunkt nur erahnen, allerdings eines ist sicher: Die Charaktere werden für eine zweite Staffel zurückkehren - das kündigt die kurze Post-Credit-Scene am Ende der sechsten Episode bereits an.