Erinnerungen an Formel-1-Legende Niki Lauda

Rennsport Anekdote zeigt den Humor des Rennfahrers

Der dreifache Formel-1-Weltmeister Niki Lauda ist tot. Er ist am Montag friedlich im Kreis seiner Familie entschlafen und wurde 70 Jahre alt. Niki Lauda zählte zu den Großen der Formel-1-Geschichte. Geboren wurde Andreas Nikolaus Lauda, genannt Niki, am 22. Februar 1949 in Wien. Gegen die Widerstände seiner Eltern machte Lauda seine Leidenschaft zum Beruf und wurde Formel-1-Pilot. 1971 startete er zum ersten Mal in der Formel 1.

Bei einem schweren Unfall im Jahr 1976 auf dem Nürburgring erlitt er schwere Verletzungen an Haut und Lunge. Damals war Laudas Rennwagen in Brand geraten. Nur 42 Tage nach dem Crash saß er bereits wieder im Cockpit seines Wagens. In seiner Karriere holte er dreimal den WM-Titel. Das erste Mal gewann Lauda im Jahr 1975. Ein Jahr nach dem Unfall holte er sich seinen zweiten, 1984 seinen dritten WM-Titel.

Ein Kipferl sorgt für Fassungslosigkeit

Niki Lauda verschwieg seinen Unfall nie, ging das Thema offensiv und mit Humor an. Das zeigt auch eine Anekdote, die Lauda 2013 im Gespräch mit der "Süddeutschen Zeitung" anlässlich der Premiere des Films "Rush" gab, der von der Rivalität zwischen Niki Lauda und James Hunt erzählt: "Na ja, das war eine von diesen amerikanischen Morningshows, die kamen zum Nürburgring, und so eine Frau, groß, blond, alles dran, wollte mich an der Unfallstelle interviewen. Die hatten sich alle gesagt: Ui, der wird sicher weinen, das wird ein ganz großer emotionaler Moment! Ich hab mir aber vom Hotelbuffet ein Kipferl mitgenommen und das vorher ins Gras gelegt. Die fängt an: »Mister Lauda, how is it to be here ...« Sag ich: »Just a moment!« und geh ein paar Schritte ins Gras. Fragt sie: »What are you doing?« Sag ich: »Oh look, here's my ear!« Die war fertig. Die hat die Fassung verloren. Die mussten alles noch mal drehen."

Zum gesamten Interview der "Süddeutschen Zeitung"