Flammendes Statement: Paul McCartney berichtet von Rassentrennung zur Zeit der Beatles

Nach dem Tod George Floyds und den Anti-Rassismus-Protesten weltweit, positioniert sich nun auch Ex-Beatle Paul McCartney auf Twitter gegen Rassismus. Dabei erinnerte er an eine Geschichte von Rassentrennung, die seine Band am eigenen Leib erfuhr.

Nach dem Tod George Floyds und den Anti-Rassismus-Protesten weltweit, positioniert sich nun auch Ex-Beatle Paul McCartney auf Twitter gegen Rassismus. Dabei erinnerte er an eine Geschichte von Rassentrennung, die seine Band am eigenen Leib erfuhr.

Der Kampf gegen Rassismus hat nach der Ermordung des Afroamerikaners George Floyd in Minneapolis weltweit an Fahrt aufgenommen. Tausende schließen sich den "Black Lives Matter"-Demonstrationen an und auch zahlreiche Prominente beziehen Stellung gegen rassistische Diskriminierung. Mit dem Ex-Beatle Paul McCartney zeigte nun ein Musik-Weltstar auf Social Media klare Kante: "Keiner von uns hat alle Antworten, und es gibt keine schnelle Lösung, aber wir brauchen Veränderungen", stellt McCartney klar. "Wir müssen alle zusammenarbeiten, um Rassismus in jeglicher Form zu überwinden. Wir müssen mehr lernen, mehr zuhören, mehr reden, uns weiterbilden und vor allem handeln", so der 77-Jährige auf Twitter.

Im Zusammenhang mit den aktuellen Vorkommnissen erinnerte der einstige "Pilzkopf" an eine Geschichte der Rassentrennung, die seine Band bereits 1964 erleben musste - in Jacksonville, Florida. Dort sollten die Beatles vor einem nach Hautfarben segregierten Publikum spielen, und weigerten sich standhaft. "Es fühlte sich falsch an", beschreibt McCarthy die damalige Situation. "Wir sagten: 'Das machen wir nicht!', und das Konzert, das wir dann spielten, fand vor ihrem ersten gemeinsamen Publikum statt."

Doch die Fab Four beließen es nicht dabei, sondern stellten direkt für die Zukunft die Weichen: "Wir stellten dann sicher, dass dies danach in unserem Vertrag stand. Es erschien uns einfach wie gesunder Menschenverstand."

Paul McCartney: "Ich fühle mich elend und bin wütend"

Menschenverstand ist im Kampf gegen Rassismus nach wie vor gefragt, schließlich liegen etliche Jahrzehnte zwischen den Ereignissen damals und heute, wie Paul McCartney in seinem Tweet betont: "Ich fühle mich elend und bin wütend, dass wir fast 60 Jahre später hier sind und die Welt schockiert sein muss über die schrecklichen Szenen des sinnlosen Mordes an George Floyd durch polizeilichen Rassismus, zusammen mit den unzähligen anderen, die davor geschahen."

Die Musik-Legende aus Liverpool vergisst also auch nicht, diejenigen Opfer zu erwähnen, deren Schicksale nicht an die Öffentlichkeit gelangten. George Floyd, dem vom Knie eines Polizisten über acht Minuten die Luft abgedrückt wurde, war selbst Musiker. Er machte sich in den 90-ern in der Musikszene Houstons als Freestyle-Rapper einen Namen.