"Glaubwürdigkeit ist das Stichwort": Filmfestival feiert Julia Koschitz

Schon seit Jahren gilt Julia Koschitz als eine der renommiertesten Darstellerinnen der deutschsprachigen Filmlandschaft. Nun wurde sie verdientermaßen mit einem wichtigen Schauspielpreis geehrt.

Noch bis Sonntag, 8. September, findet derzeit in Ludwigshafen am Rhein das 15. Festival des deutschen Films statt. Dort ist am Mittwochabend die österreichische Darstellerin Julia Koschitz mit dem "Preis für Schauspielkunst 2019" ausgezeichnet worden. Sie folgt damit auf ihren männlichen Kollegen Bjarne Mädel, der bereits vor einigen Tagen mit dem Preis prämiert wurde.

Die 44-Jährige bedankte sich während der Verleihung vor 2.400 Gästen mit folgenden Worten: "Ich werde mich in dunklen Zeiten an diese Preisverleihung erinnern, wenn ich mal wieder auf ein gutes Drehbuch warte oder einen guten Auftrag." Sie fügte hinzu, dass sie sich "wahnsinnig privilegiert" fühle, ihren Beruf ausüben zu dürfen. Der Job als Schauspielerin habe sie auch nach 50 Filmen noch niemals gelangweilt. "Ein schöner Teil an dieser Arbeit ist, dass es ein Prozess ist, an dem viele Menschen beteiligt sind. Diesen möchte ich an einem Abend wie diesem besonders danken", so die aus dem Kino ("Wie gut ist deine Beziehung?", "Hin und weg") und Fernsehen ("Balanceakt") bekannte Darstellerin.

Die Laudatio hielt der Festivaldirektor Dr. Michael Kötz. Er lobte Koschitz wie folgt: "Glaubwürdigkeit ist das Stichwort. Julia Koschitz stellt sie in all ihren Rollen her, so gut der Film es freilich insgesamt zulässt." Es sei "dringend Zeit" geworden, "auf diese großartige Künstlerin mit Nachdruck hinzuweisen". Julia Koschitz kam im belgischen Brüssel zur Welt, machte ihr Abitur in Frankfurt am Main und wurde dann in Wien zur Schauspielerin ausgebildet.

Direkt im Anschluss an ihre Auszeichnung auf dem Filmfestival feierte ihr neuer Fernsehfilm "Im Schatten der Angst" (ZDF/ORF) Premiere. Im Psychodrama von Till Endemann verkörpert sie eine forensische Psychiaterin, die einem mutmaßlichen Serienkiller (gespielt von Justus von Dohnányi) das Handwerk legen will. Die TV-Erstausstrahlung ist für den 15. September im ORF angedacht.