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Horst Lichter: So geht es mit "Bares für Rares" weiter

Seit acht Jahren läuft "Bares für Rares" - und ein Ende ist nicht abzusehen. Oder doch? Horst Lichter nahm jetzt in einem Interview zu dieser Frage Stellung.

Es ist eine unglaubliche Erfolgsgeschichte: Vor acht Jahren startete "Bares für Rares" im ZDF - aber zunächst waren selbst die Verantwortlichen beim Sender noch zurückhaltend. Eigentlich habe das ZDF erst mal lediglich acht Folgen produzieren wollen, bestätigte Gastgeber Horst Lichter jetzt im Interview mit der Nachrichtenagentur teleschau. Er sei jedoch "von Anfang an überzeugt" gewesen, "dass die das fortführen werden - ich habe zu 100 Prozent an das Format geglaubt", so Lichter.

Seine Prognose damals, im Jahr 2013: "Wenn wir's richtig gut machen, dann schaffen wir bestimmt drei Jahre." So habe er es immer zum Team gesagt ... Und: "Genießt den Moment!" - Nun staunt der Moderator gegenüber teleschau: "Dass es dann acht Jahre werden, dass es Wochenendausgaben und sogar Primetime-Shows geben wird, das konnte auch ich nicht ahnen." Eine Vorhersage, wie lange es noch so weitergehen wird, wollte Lichter zwar nicht geben, aber er betonte, der Zukunft in dieser Hinsicht entspannt entgegenzusehen: "Kunst und Krempel' läuft im BR-Fernsehen jetzt, glaube ich, schon 25 Jahre lang, aber ich bin schon Fernsehkenner genug, um zu wissen, dass jede Beständigkeit ganz schnell vorbei sein kann." Auch was seine eigene Rolle bei der beliebten Trödelshow angeht, sieht der 59-Jährige gelassen: "Ich mach auf jeden Fall weiter, solange es mir Freude macht - oder bis sie mich rauskicken. Kann ja sein, dass ich denen irgendwann zu alt bin. Dann bin ich aber auch keinem böse - ich nehme es, wie's kommt!"

"Bares für Rares' ist die pure Harmonie"

Das Erfolgsrezept der Sendung liegt für Horst Lichter auf der Hand - und es hat fraglos auch mit dem Wesen des Mannes mit dem markanten Zwirbelbart zu tun: "Bares für Rares' ist die pure Harmonie", sagt Horst Lichter im teleschau-Interview. "Der große Erfolg dieser Sendung ist darin begründet, dass da eben überhaupt nichts Aufgeregtes passiert. Wir zeigen Normalität - normale Menschen, und wir behandeln jeden Einzelnen mit der gleichen Aufmerksamkeit und mit dem gleichen Respekt. Manchmal erzählen wir einen Krimi, mal eine Komödie und manches Mal sogar eine Tragödie - aber die Grundessenz ist immer gleich: Normalität. Wir gehen immer gut miteinander um. Und das tut auch den Zuschauern gut."

Dass so etwas jeden Tag mindestens drei Millionen Menschen sehen wollen, sage etwas aus, meint Lichter: "Dass die ganze Welt eben doch nicht auseinanderbricht. Und dass sich sehr viele Menschen geradezu zu sehnen scheinen nach Unaufgeregtheit, Normalität und Harmonie. Mit Blick auf die Gesellschaft sage ich: Wir müssten es nur irgendwie schaffen, die Aufmerksamkeit wieder mehr auf die Guten und das Gute zu lenken."

In einem neuen Buch beschreibt Horst Lichter, wie es ihm bei einem Aufenthalt in einem Schweigekloster ergangen ist. "Ich bin dann mal still: Meine Suche nach der Ruhe in mir." ist Anfang Mai bei Knaur Balance erschienen.



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