"Hulk" gegen Boris Johnson

In einem "Mail on Sunday"-Interview hatte sich der britische Premierminister Boris Johnson selbst mit der Marvel-Comicfigur Hulk verglichen. Der Hollywood-Star Mark Ruffalo, der Hulk mehrfach auf der Leinwand verkörpert hat, will das so nicht stehen lassen.

Boris Johnson, aktuell Enfant terrible der europäischen Politik und als gern mit blond verwuschelter Mähne auftretender Spitzenpolitiker, der wiederholt schon mit Comicfiguren verglichen wurde, hat sich Ärger mit Hollywood eingehandelt. In einem Interview mit der britischen Zeitung "Mail on Sunday" hatte sich der Tory-Premier, der einen harten Brexit-Kurs steuert, selbst mit dem Marvel-Comichelden "Hulk" verglichen, um seine Entschlossenheit zu illustrieren. "Je wütender Hulk wird, desto stärker wird Hulk", sagt Johnson dort. "Hulk ist immer entkommen, egal wie eng er gefesselt war", wollte er auf die angeblichen Fesseln durch die EU-Bürokratie anspielen.

Nun hat sich Boris Johnson harsche Kritik aus berufenem Munde eingesammelt - vom "Hulk"-Darsteller Mark Ruffalo ("Avengers: Endgame"). Der Vergleich, so der Schauspieler auf Twitter, hinke. "Boris Johnson vergisst, dass Hulk nur für das Wohl des Ganzen kämpft. Wütend und stark kann auch beschränkt und zerstörerisch sein", so Mark Ruffalo. Bämm! Außerdem sei Hulk ein Teamplayer, wenn er alleine agiert, ende das oft in Katastrophen.