Jeff Goldblum verteidigt Woody Allen: "Ich habe gerne mit ihm gearbeitet"

Trotz Missbrauchsvorwürfen hält Jeff Goldblum weiter zu Woody Allen. Der Schauspieler und der Filmemacher hatten 1977 zusammengearbeitet.

Es war nur ein kleiner Auftritt, aber einer, an den sich Jeff Goldblum offenbar noch gerne zurückerinnert: 1977 spielte er in "Der Stadtneurotiker" unter der Regie von Woody Allen einen Partygast. Allen sieht sich seit Jahren mit Missbrauchsvorwürfen konfrontiert. "Ich habe gerne mit ihm zusammengearbeitet", erklärte Goldblum nun in einem Interview mit der britischen Zeitung "i". Auch für Woody Allen gelte die Unschuldsvermutung. Er würde auch in Zukunft wieder mit dem Regisseur zusammenarbeiten.

Seit Anfang der 90er-Jahre erhebt Woody Allens Ex-Frau Mia Farrow den Vorwurf, Allen habe 1992 ihre damals siebenjährige Adoptivtochter Dylan unsittlich berührt. Allen stritt die Vorwürfe stets ab und wurde vor Gericht freigesprochen. Eine medizinische Untersuchung an Dylan ergab keine Hinweise auf einen Missbrauch.

Seitdem die Vorwürfe im Zuge der MeToo-Debatte wieder öffentlich geäußert wurden, haben sich viele Hollywood-Schauspieler medienwirksam gegen Allen gestellt. "A Rainy Day in New York", der aktuelle Film des Regisseurs, wurde in den USA auch mehr als ein Jahr nach seiner Fertigstellung nicht gezeigt. In Deutschland hingegen kommt die romantische Komödie mit Timothée Chalamet und Elle Fanning am 5. Dezember in die Kinos. Seinen nächsten Film will Allen in Spanien drehen - mit dem zweifachen Oscarpreisträger Christoph Waltz in der Hauptrolle.