"Kein gutes Signal": Armin Laschet tobt wegen geplantem Mega-Konzert

Ein Konzert mit 13.000 Zuschauern inmitten stetig steigender Corona-Fallzahlen? Für Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet ist das unvorstellbar. In einem Interview kritisierte er dementsprechende Pläne nun hart.

Karten für das geplante Großkonzert "Give Life A Chance" in Düsseldorf gibt es bereits zu kaufen. Ob die Veranstaltung wie geplant vor 13.000 Fans stattfinden kann, ist aber ungewiss - erst recht nachdem Armin Laschet, der Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen, die Veranstalter harsch kritisierte. "Ich halte es in Zeiten steigender Zahlen und in Zeiten, in denen wir den Kindern jetzt viel zumuten in den nächsten Tagen in den Schule für kein gutes Signal", sagte Laschet laut "Bild"-Zeitung bei einem Pressetermin.

Kein Verständnis zeigte der Politiker zudem für Düsseldorfs Oberbürgermeister Thomas Geisel, der das Mega-Event "ohne jede Rücksprache mit den zuständigen Landesbehörden" angekündigt habe. Laschet monierte weiterhin: "Ich hätte mir hier etwas mehr Sensibilität vom Oberbürgermeister erwartet, denn es ist ja klar, dass wenn ein solches Großereignis stattfindet, ganz Deutschland und viele in Europa auf diese Stadt gucken." Das Reizthema sei am Dienstag auch Thema im Kabinett, wie der 59-Jährige ankündigte: "Wir werden gleich im Kabinett die rechtlichen Dinge erörtern, und ich hoffe, dass man dann einen einvernehmlichen Weg findet."

Hinter dem geplanten Großkonzert, dem ersten seit Beginn der Corona-Pandemie Mitte März, steckt der Veranstalter Marek Lieberberg ("Rock im Park"). "Das ist das Zeichen, auf das Fans, Künstler und Crews sowie die gesamte Musikindustrie sehnsüchtigst gewartet haben", so Lieberberg. Auftreten sollen Popstar Bryan Adams, Sarah Connor sowie Rea Garvey die Jungs von The BossHoss.