Musik im US-Wahlkampf: Künstlerkollektiv schreibt Wutbrief an US-Parteien

Auf Kundgebungen im Rahmen des US-Präsidentschaftswahlkampfs läuft regelmäßig Musik bekannter Künstler - allerdings ohne deren Genehmigung. Damit soll nun Schluss sein. Stars wie Mick Jagger und Elton John forderten in einem Brandbrief ihre Rechte ein.

Musik bei US-Wahlkampfveranstaltungen ist derzeit ein leidiges Thema bei den Stars der Branche. Egal ob die Rolling Stones oder Neil Young - zahlreiche prominente Künstler haben in jüngster Zeit beklagt, ihre Musik sei unerlaubterweise auf Kundgebungen des amtierenden Präsidenten Donald Trump oder bei anderen Veranstaltungen gespielt worden. Nun reicht es den Musikstars offenbar endgültig. Zahlreiche Künstler haben sich zu dem Bündnis Artists Rights Alliance (ARA) zusammengeschlossen. Ziel der Vereinigung ist es, die unerlaubte Wiedergabe ihrer Stücke zu verhindern.

Deswegen wendete sich die ARA in einem Brief an die US-Parteien, um ihre Motive darzulegen. "Wir haben erlebt, wie so viele Künstler gegen ihren Willen in die Politik gezerrt und zu aggressiven Maßnahmen gezwungen wurden, um die Verwendung ihrer Musik zu verbieten - in der Regel Lieder, die während politischer Kundgebungen ausgestrahlt oder in Wahlkampfwerbung verwendet werden", heißt es in dem Schreiben. Ab sofort erwarten die Musiker von Politikern und ihren Parteien, dass vor der Verwendung von Songs die Zustimmung ihrer Interpreten eingeholt wird - "bevor sie das Image und das Werk eines Künstlers oder Songschreibers ausnutzen".

Der Initiative haben sich bislang zahlreiche renommierte Künstler angeschlossen. Neben Rolling-Stones-Frontmann Jagger gehören auch Steven Tyler von Aerosmith und Linkin Park zu den Unterstützern. Außerdem beteiligt sind Elton John, Lionel Richie, Sia sowie die Bands R.E.M. und Blondie.