Nach "Hellfest"-Wirbel: Manowar beziehen Stellung

Nachdem am vergangenen Wochenende ihr gecancelter Auftritt beim "Hellfest" in Frankreich für viel Wirbel gesorgt hatte, meldet sich die Band Manowar nun nochmals mit einem Statement zu Wort und kündigt rechtliche Schritte an.

Dass die Band Manowar am vergangenen Wochenende kurzfristig nicht beim "Hellfest"-Festival in Frankreich auftrat, sorgte für mächtig Wirbel in der Metalszene. Unzählige Fans fragten sich: Warum spielte einer der großen Headliner nicht?

Auf der "Hellfest"-Facebookseite hatte es am Freitagnachmittag zunächst geheißen: "Trotz ihrer Anwesenheit am 20. Juni auf dem Festival haben sich das Team und die Manowar-Mitglieder dazu entschlossen, das Festival wieder zu verlassen. Das Konzert von Manowar, das für diesen Freitag, den 21. Juni angesetzt war, wird aus Gründen abgesagt, die außerhalb unserer Kontrolle liegen. Es tut uns aufrichtig leid für alle Fans dieser Band und vor allem für alle Fans des Hellfests."

Dem entgegen stand bereits am selben Tag ein Post auf der offiziellen Manowar-Facebookseite, in dem die Band klarstellte: "Seid euch sicher, dass die Wahrheit herauskommen wird". Manowar schrieben, die Hellfest-Organisatoren hätten ihre "Bemühungen behindert, die epische Show, die wir versprochen hatten, hinzustellen", und dass, entgegen anderslautender Meldungen, der Veranstalter sehr wohl die Kontrolle über die Umstände hatte, die den Auftritt verhindert hätten. "Unsere französischen Fans und die Presse wissen, wenn Manowar nach Frankreich kommen und nicht auftreten können, liegt die Schuld nicht bei uns." Schließlich würde die Band immer dafür kämpfen, 100 Prozent bieten zu können.

Manowar lassen sich nicht "herumschubsen"

Nun legten die US-Musiker nach. "Unser Auftritt beim Hellfest am 21. Juni wurde nicht von der Band abgesagt; er wurde von den Hellfest-Veranstaltern in der Bekanntgabe abgesagt, die auf ihren Websites zu lesen war", heißt es in einem Facebookpost von Manowar. "Wir kämpften dafür, unseren Fans beim Hellfest die Performance zu bieten, die wir letztes Jahr versprochen hatten, aber wir lassen uns nicht von den Hellfest-Veranstaltern herumschubsen, die ihre vertraglichen Pflichten nicht erfüllen wollten und denken, dass sie uns und unseren Fans Unrecht tun können." Abschließend steht zu lesen: "Derzeit untersuchen wir alle legalen Rechtsmittel, die uns das Gesetz bietet."

Was auch immer im Detail hinter der unschönen Geschichte stecken mag: Fans, die die Band zuletzt auf ihrer "The Final Battle World Tour" erleben konnten, werden an der grundsätzlichen Spielfreude und Qualität der Band sicherlich nicht zweifeln. Manowar boten in unzähligen ausverkauften Konzerten eine Show der Extraklasse - kompromisslos auch in Sachen Professionalität.

Warum nun ein Rückzieher gemacht wurde, ist vielen "Manowarriors" zunächst dennoch schwer erklärlich. Das "Hellfest 2019" wird auf der anderen Seite auch ohne den Manowar-Gig als Erfolgstory gewertet. Was nicht zuletzt am doppelten Auftritt der schwedischen Metalband Sabaton lag. Die Band verlängerte ihren Festivalaufenthalt kurzerhand und übernahm am Samstagabend den Slot auf der Hauptbühne - und das obwohl die Stimme von Frontmann Joakim Brodén nicht mehr mitmachen wollte.