Nach Insolvenz-Auktion: Unternehmer will Boris Becker Erinnerungsstücke zurückgeben

Bei einer Auktion wurden zahlreiche Erinnerungsstücke Boris Beckers zwangsversteigert. Einen Teil der Sammlung soll der Ex-Tennisstar von einem wohlhabenden Bieter zurückerhalten.

Schwere Tage für Tennislegende Boris Becker. 82 Wertgegenstände aus dem Privatbesitz des insolventen 51-Jährigen wurden im britischen Auktionshaus Wyles Hardy & Co. zwangsversteigert. Für insgesamt 763.000 Euro wechselten die verschiedenen Erinnerungsstücke des gebürtigen Leimeners den Besitzer, darunter ein Tennisschläger, eine "Goldene Kamera"-Trophäe, viele Pokale und sogar Socken, die er auf dem Center Court trug.

Geht es nach einem Berliner Unternehmer, hat Becker nicht alle diese Stücke unwiderbringlich verloren. Christian Krawinkel, der einen Großteil der Gegenstände in einem Gesamtwert von 492.479 Euro ersteigert hatte, will das Erworbene wieder dem ursprünglichen Besitzer zurückgeben. Darunter befindet sich auch ein "Bambi" mit der Prägung "Mann des Jahres", den Becker anlässlich seines ersten Wimbledon-Siegs im Jahr 1985 erhielt.

"Ich selbst habe entsprechende Erfahrung mit der Gier gewisser Finanzierungsinstitute sowie unseriösen Offerten dubioser Geldgeber in einem Abschnitt meines Lebens gemacht und betrachte es als ungeheuerlich, wie das Lebenswerk eines gefeierten Volkshelden des Sports zerfleddert und bis hin zu den Socken öffentlich verramscht wird", erklärte der Unternehmer in einem Statement. "Dagegen will ich ein Zeichen setzen."

Zuvor hatte bereits Oliver Pocher der Tennislegende unter die Arme gegriffen. Wie der Entertainer in einer Instagram-Story mitteilte, ersteigerte er für etwa 25.600 Euro den Vize-Cup von der Tennis-WM 1994 und eine Trophäe der Polizei in Kalkutta.