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Nicki Minaj: Gesundheitsminister von Trinidad und Tobago korrigiert US-Rapperin

Am vergangenen Montag twitterte Nicki Minaj, ein Bekannter in ihrem Geburtsland Trinidad sei durch die Corona-Impfung impotent geworden - und erntete Spott und Kritik. Nun stellte der Gesundheitsminister des Karibikstaates klar: So einen Fall gibt es nicht.

Mit einem Tweet über die Corona-Schutzimpfung versetzte Nicki Minaj am Montag das Internet in Aufruhr - und ihr Geburtsland. Die US-Rapperin hatte behauptet, der Freund eines Cousins aus Trinidad sei nach der Impfung impotent geworden. Dem Mann sei zudem der Hoden angeschwollen, angeblich habe dessen Verlobte sogar die geplante Hochzeit abgesagt. Nun gibt es Widerspruch aus Trinidad und Tobago: Der Gesundheitsminister des Inselstaates, Terrence Deyalsingh, versicherte am Mittwoch, ihm seien keine Berichte über einen solchen Fall bekannt. "Leider haben wir gestern so viel Zeit damit verschwendet, dieser falschen Behauptung nachzugehen", beklagte Deyalsingh.

Minaj, geboren in Trinidad in der Karibik und aufgewachsen in New York City, setzte ihren Tweet im Zuge der Met Gala 2021 ab, bei der Gäste ein Impfzertifikat vorweisen sollten. "Sie wollen, dass man sich für die Met impfen lässt", twitterte die 38-Jährige kurz vor Beginn der diesjährigen Mode-Gala in New York, auf die sie letztlich verzichtete. "Wenn ich mich impfen lasse, dann nicht für die Met", stellte die Rapperin klar. Sie wolle sich erst impfen lassen, wenn sie genug Forschung betrieben habe. Allerdings empfahl sie ihren mehr als 22 Millionen Followern weiter vorsichtig zu sein und ihre Maske zu tragen. Ihre persönliche Erklärung - der angeblich impotente Bekannte in Trinidad - folgte in einem Tweet kurz darauf.

Das US-Magazin "People" befragte daraufhin Gesundheitsexpertin Dr. Leana Wen, was von den Behauptungen bezüglich dieser vermeintlichen Nebenwirkungen zu Halten sei. Die Antwort fiel unmissverständlich aus: ""Es ist einfach nicht wahr, dass der COVID-19-Impfstoff mit Unfruchtbarkeit bei Männern oder Frauen in Verbindung steht." Offenbar wurde nun auch im Karibik-Staat kein solcher Fall ausfindig gemacht.

Im Netz lösten Minajs vieldiskutierte Tweets Kritik und Häme aus. Am Dienstag äußerte sich dann auch Chris Whitty, seines Zeichens Großbritanniens oberster Regierungsberater in medizinischen Fragen. Whitty erklärte, Minaj solle sich schämen. Seiner Ansicht nach gebe es Leute, welche wider besseres Wissen Unwahrheiten über die Corona-Schutzimpfung verbreiten würden.

Am Mittwoch erklärte Minaj via Twitter dann, wahrscheinlich werde auch sie irgendwann die Ärmel für die Impfung hochkrempeln. Außerdem teilte die Musikerin mit, sie sei ins Weiße Haus eingeladen worden und werde dort im Namen der Menschen, die für das Menschsein verspottet würden, Fragen stellen. Versehen ist der Tweet mit dem Hashtag #BallGate.