Roland Emmerich: "Die Politik in den USA ist hässlich geworden"

Der Wahlamerikaner Roland Emmerich geht mit der US-Politik hart ins Gericht. Sein neuer Film komme deswegen zum richtigen Zeitpunkt, so der deutsche Filmemacher.

Der Wahlamerikaner Roland Emmerich geht mit der US-Politik hart ins Gericht. Sein neuer Film komme deswegen zum richtigen Zeitpunkt, so der deutsche Filmemacher.

Schon seit Jahren lebt der gebürtige Stuttgarter Roland Emmerich ("Independence Day") in Los Angeles. Mit der aktuellen Situation in seiner Wahlheimat aber hadert der Regisseur: "Die Politik in den USA ist hässlich geworden", sagte Emmerich im Interview mit der Nachrichtenagentur teleschau. Früher sei das Land "viel idealistischer" gewesen.

Vor allem bedauere er es, dass sich der Fokus der USA weg von Europa bewegt habe. Sein neuer Film "Midway - Für die Freiheit" (Kinostart: 7. November), der von einer Entscheidungsschlacht des Zweiten Weltkriegs erzählt, komme deswegen genau zum richtigen Zeitpunkt. Denn die Amerikaner "waren vor dem Einstieg in den Zweiten Weltkrieg auch auf Isolationskurs und wollten nicht in den Krieg hineingezogen werden, aber dann haben sie sich ins Zeug gelegt", so der 63-Jährige. "Ohne die Amerikaner würde die Welt anders aussehen."