Studie legt nahe: Metal-Fans werden mit dem Alter spießig, aber glücklich

Harte Riffs als Grundlage für eine weiche Landung im Erwachsenendasein? Einen solchen Zusammenhang legt nun eine wissenschaftliche Studie nahe, die besagt: Wer in seiner Teenager-Zeit Metal-Head war, ist heute zufriedener.

Ausgerechnet eine so harte, schnelle und nicht zuletzt laute Musikrichtung wie Heavy Metal soll zu mehr Ausgeglichenheit führen? Schwer zu glauben. Doch genau das legt eine neue wissenschaftliche Studie nahe. Nach Informationen von "Open Culture" fanden Forscher der Universitäten Humboldt State, Ohio State, UC Riverside und UT Austin heraus, dass Menschen, die als Teanager in den 80er-Jahren mit Metal in Kontakt kamen, heute ausgeglichener und glücklicher sind als andere Menschen.

Jugendliche wurden also durch die schnellen Gitarrenriffs von Bands wie Slayer, Metallica und Iron Maiden zu glücklicheren Erwachsenen? Die Studie belegt tatsächlich einen positiven Nutzen des harten Genres in der Teenager-Zeit. Insgesamt wurden 377 Personen befragt, die in den 80-ern selbst Metal gespielt haben oder die Musik zumindest gerne hörten.

Zur Wahrheit gehört aber auch: Metal-Heads lebten offenbar in dieser Zeit gefährlicher. Als Heranwachsende kam es bei ihnen häufiger zu Selbstverletzungen sowie Suizidversuchen, und sie neigten eher zu Alkoholismus und Gewalttaten. Offenbar führte dieser risikoreiche Lebensstil jedoch dazu, dass sie nun entspannter als andere Testgruppen mittleren Alters durchs Leben gehen. Übrigens sind sie auch ausgeglichener als aktuelle Jugendliche im College-Alter.

Gewächse der Metal-Szene: Spießig, aber glücklich

Bereits in anderen Querschnittsstudien wurde belegt, dass die Zugehörigkeit zu verbindungsstarken Subkulturen - wie eben die Metal-Szene - die Identitätsfindung in der Adoleszenz vereinfacht. Während manche ihre Vorliebe für die harten Gitarren im Laufe des Erwachsenen-Daseins ablegen, bleiben andere ihr Leben lang Metal-Fans. Der Studie nach zu urteilen führen Menschen in beiden Fällen ein glückliches, bürgerliches, um nicht zu sagen: spießiges Leben.

Zwar wurde sich schon mit diversen Musik-Genres wissenschaftlich auseinandergesetzt, so viele Studien wie zum Metal kann aber wohl kein anderes Genre aufweisen. Diese Studien besagen beispielsweise, dass Metal während des Autofahrens im Gegensatz zu klassischer Musik keine gute Wahl ist, Metal-Fans anfälliger für Suizid sind als beispielsweise Punk-Hörer oder Atheisten eher dazu neigen, zum Metal-Head zu werden.