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Tanzen fürs Klima: Coldplay-Fans sollen auf Konzerten Strom erzeugen

Im März 2022 starten Coldplay zu einer großen Welttournee. Um die Konzerte möglichst klimafreundlich zu gestalten, sollen die Fans nun den Strom erzeugen, wie Sänger Chris Martin der BBC erklärte.

Es war ein durchaus löblicher Gedanke: Vor zwei Jahren versprachen Coldplay erst dann wieder auf Tour zu gehen, wenn die Konzerte nachhaltiger gestaltet werden könnten. Zumindest einen Teil ihres Versprechens wollen die britischen Musiker nun einhalten. Dafür haben sie einen Zwölf-Punkte-Plan entwickelt, den Sänger Chris Martin in einem Interview mit dem BBC-Unterhaltungskorrespondenten Colin Paterson vorstellte.

Eines der Hauptziele des Plans sei es, die CO2-Emissionen auf Tour um 50 Prozent zu senken, sagte Martin in dem Gespräch. "Die gesamte Show wird mit erneuerbaren Energien betrieben", erklärte er. Der Strom käme aus Batterien, die von Ventilatoren angetrieben werden. Außerdem setze die Band unter anderem auf Solarenergie sowie recyceltes Speiseöl aus lokalen Restaurants.

Die interessanteste Stromquelle seien aber die Fans selbst: Zwei Teile des Publikums ständen auf einem "kinetischen Boden", erklärte Martin. Diese speziellen Tanzflächen erzeugen Strom, sobald Menschen auf ihr tanzen oder hüpfen. "Je mehr sich die Leute bewegen, desto mehr helfen sie mit", erklärte der 44-Jährige. "Kennen Sie das, wenn der Frontmann sagt: 'Wir wollen, dass Ihr auf und ab springt'? Wenn ich das sage, muss man wirklich auf und ab springen. Denn wenn man das nicht tut, gehen die Lichter aus." Darüber hinaus soll es Fahrräder auf der Tour geben, die ebenfalls Strom durch Muskelkraft erzeugen.

"Wir haben es nicht perfekt gemacht"

Doch die Stromgewinnung ist nicht der einzige Punkt, an den Coldplay gedacht haben: Um die CO2-Emissionen weiter auszugleichen, wollen sie für jedes verkaufte Ticket einen Baum pflanzen. Angesichts der 5,4 Millionen Tickets, die bei der letzten Tour 2016/2017 verkauft wurden, dürfte dabei schon ein kleiner Wald zusammenkommen.

Am Ende des Gesprächs räumte Martin allerdings ein, dass die Pläne noch nicht perfekt seien: "Wir versuchen unser Bestes, und wir haben es nicht perfekt gemacht. Das ist klar", sagte er. Er verstehe es durchaus, wenn Fans kritisierten, dass sie Privatjets für ihre Tour benutzen. Eine wirkliche Alternative habe die Band bislang allerdings nicht: "Wir könnten zu Hause bleiben, und das wäre vielleicht besser. Aber wir wollen auf Tour gehen und wir wollen Leute treffen und mit ihnen in Kontakt treten - also versuchen wir, es auf die sauberste Art und Weise zu tun." In Zukunft hofft er, das Konzept weiter ausbauen zu können. Außerdem will er erreichen, dass Coldplay bis in ein paar Jahren "den Status Quo, wie eine Tournee funktioniert, ein wenig verändert haben".

Die "Music of Spheres"-Tour von Coldplay beginnt am 18. März 2022 in San Jose, Costa Rica und wird anschließend nach Nordamerika und Europa führen. In Deutschland sind derzeit vier Konzerte geplant: Am 2. Und 3. Juli spielen Coldplay im Deutsche Bank Park in Frankfurt am Main. Am 10. Und 12. Juli treten sie im Olympiastadion in Berlin auf. Die Tickets gehen am Mittwoch, 20. Oktober um 9 Uhr in den Pre-Sale. Der offizielle Vorverkauf startet am Freitag, 22. Oktober, um 10 Uhr.