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Tierfilmer Andreas Kieling über Hochwasser-Katastrophe: "Die Natur hat uns die Grenzen aufgezeigt"

Der renommierte Tierfilmer Andreas Kieling hat sich auf seiner Facebook-Seite über die Unwetter der vergangenen Tage geäußert. Kieling, der selbst in der Eifel lebt, zeigte sich in dem Video schockiert - und erklärte, was die Klimaerwärmung mit der Katastrophe zu tun hat.

Seit 30 Jahren dreht er Tierfilme fürs ZDF: Andreas Kieling, der mit seiner persönlichen, oft euphorisch wirkenden Art, sich fremdem Leben zu nähern, viele Zuschauer begeistert. Aus seiner Leidenschaft für die Natur macht der 61-Jährige keinen Hehl. So ist es kaum verwunderlich, dass Kieling sich bei seinem ersten Update seit den Unwettern in Westdeutschland direkt aus dem Wald meldet. Es sei "unglaublich, was sich hier in den letzten Tagen zugetragen hat", so der Dokumentarfilmer in einem rund neunminütigen Clip auf seinem Facebook-Profil.

Dazu schreibt Kieling, der mit seiner Familie auf einem Bauernhof in Hümmel in der Eifel lebt: "Liebe Freunde, wir sind betroffen und fassungslos darüber, was sich in der Hocheifel abgespielt hat. Das Dorf Schuld, welches am stärksten betroffen ist, liegt gerade mal vier Kilometer von unserem Dorf entfernt." Aus diesem Grund sei er in den vergangenen Tagen beschäftigt gewesen: "Helfen, aufräumen und sogar nach Menschen suchen!" Gemeinsam mit seiner Hündin habe Kieling dabei zwar keine Menschen, aber "viele tote Tiere gefunden, unter anderem Pferde, Schafe, halbwüchsige Rinder und sogar Rotwild."

"Fast apokalyptische Ausmaße"

Weiter heißt es in dem Post: "Wir glauben ja immer, wir Menschen könnten all dies beherrschen. Aber die Natur hat uns die Grenzen aufgezeigt." Im Video erklärt der ZDF-Naturkundler, in welchem Zusammenhang das Hochwasser mit der Klimaerwärmung steht. Das Tiefdruckgebiet "Bernd" sei vergangene Woche eingekesselt von Hochdruckgebieten gewesen und habe deshalb nicht abziehen können, so Kieling: "Je wärmer die Luft ist, desto mehr Feuchtigkeit kann in den Wolken gehalten werden." Dies führe dazu, dass bei einem allgemein wärmeren Klima das Risiko für sehr viel Niederschlag auf einen begrenzten Radius steigt. Das Ergebnis könne man in den vergangenen Tagen betrachten, mahnt der ausgebildete Jäger: "Das Ganze ist unfassbar, es hat wirklich fast apokalyptische Ausmaße."



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