Tim Raue: "Ich bin nicht mehr so ein Arschloch"

Sein Restaurant zählt zu den besten auf der ganzen Welt: Sternekoch Tim Raue achtet heute sehr auf einen guten Umgang in seiner Küche. Früher war das allerdings anders, wie er Barbara Schöneberger im Radio-Talk verriet.

Sein Restaurant zählt zu den besten auf der ganzen Welt: Sternekoch Tim Raue achtet heute sehr auf einen guten Umgang in seiner Küche. Früher war das allerdings anders, wie er Barbara Schöneberger im Radio-Talk verriet.

Das Restaurant des Sternekochs Tim Raue zählt als einziger deutscher Vertreter zu den "World's 50 Best Restaurants". Nun gab der "Ready to beef!"-Juror in der Radio-Talkshow "Mit den Waffeln einer Frau" detaillierte Einblicke in seinen Arbeitsalltag. Raue verriet, dass es in seiner Restaurantküche heute deutlich ruhiger zugehe als früher. "Wenn du schreist, geht es eigentlich darum, dass du ganz dringend Aufmerksamkeit brauchst", erklärt er Moderatorin Barbara Schöneberger. "Es reicht, einfach nur zu sagen: 'Bitte konzentriert euch!' Den Rest kann man sich sparen. Seit ich das gelernt habe, habe ich viel mehr Energie gespart und Menschen besser kennengelernt. Ich bin vor allem selber nicht mehr so ein Arschloch und mit mir viel glücklicher."

Außerdem habe er seine Arbeitszeiten minimiert. "Ich setze mich nicht mehr unter Druck", so Raue. Während er früher 100 Gerichte im Jahr entwickelt habe, komme er heute auf etwa 40 oder 50 Gerichte. "Die größte Herausforderung für mich ist das Kreative. Etwas ständig Neues schaffen zu müssen, was dann perfekt ist - das setzt mich manchmal unter Druck. Aber in den Momenten kommt mir dann auch immer wieder was ins Hirn." Zu Hause sei der Profikoch vor allem eines: ordentlich. "Wenn meine Frau im Gewürzregal etwas einen Zentimeter nach links oder rechts gerückt hat, sehe ich das sofort und muss es wieder zurückrücken. Bei mir hat wirklich alles seinen Platz", so der 45-Jährige.

Das gesamte Interview mit Raue wird am Samstag, 22. Februar, ab 11.00 Uhr, auf barba radio zu hören sein. Zu empfangen ist der Sender auf barbaradio.de oder per "barba radio"-App. Darüber hinaus kann das Gespräch ab Montag, 24. Februar, auch als Podcast gestreamt werden.