Unerlaubte Song-Verwendung: Familie von Tom Petty klagt gegen Donald Trump

Weil er den Song "I Won't Back Down" von Tom Petty bei seiner Wahlkampfveranstaltung in Tulsa verwendet hat, bekommt der US-Präsident Donald Trump nun eine Unterlassungsklage der Angehörigen des Sängers.

Da Donald Trump den Song "I Won't Back Down" auf seiner umstrittenen Wahlkampfveranstaltung in Tulsa spielte, protestierten die Angehörigen des Urhebers Tom Petty nun öffentlich: "Trump war in keiner Weise befugt, dieses Lied für eine Kampagne zu verwenden", heißt es in dem Brief, den seine Töchter Adria und Annakim, seine Witwe Dana und seine Ex-Frau Jane via Twitter veröffentlichten. Sie erklären weiter: "Sowohl der verstorbene Tom Petty als auch seine Familie treten entschieden gegen Rassismus und Diskriminierung jeder Art auf. Tom Petty würde niemals wollen, dass ein Lied von ihm für eine Hasskampagne verwendet wird. Er mochte es, Menschen zusammenzubringen."

Der vor drei Jahren verstorbene Musiker habe das Lied für "den Underdog, für den einfachen Mann und für jeden" geschrieben. Weiter heißt es: "Wir wollen klarstellen, dass wir glauben, dass es jedem frei steht, so zu wählen, wie er will, so zu denken, wie er will, aber die Petty-Familie steht nicht dafür ein. Wir glauben an Amerika und wir glauben an die Demokratie. Aber Donald Trump vertritt nicht die noblen Ideale von beiden." Sie, als Angehörige, würden es hassen, wenn "wenn Fans, die von dieser Regierung an den Rand gedrängt werden, denken würden", sie seien für die Verwendung des Songs bei der Veranstaltung verantwortlich. Aus diesem Grund hätten sie eine offizielle Unterlassungsklage für die Trump-Kampagne erhoben.

Dafür, dass er seine Wahlkampfveranstaltung trotz der derzeitigen Corona-Pandemie durchgeführt hatte, war der US-Präsident im Vorfeld vielfach kritisiert worden.