Wahlkampf gegen den Brexit: Hugh Grant steht persönlich bei Wählern vor der Tür

Der britische Schauspieler Hugh Grant wechselt ins Polit-Fach - und unterstützt die Liberaldemokratin Luciana Berger im Wahlkampf auf ganz besondere Weise: mit einem persönlichen Besuch beim Wähler zu Hause.

Der britische Schauspieler Hugh Grant wechselt ins Polit-Fach - und unterstützt die Liberaldemokratin Luciana Berger im Wahlkampf auf ganz besondere Weise: mit einem persönlichen Besuch beim Wähler zu Hause.

Stellen Sie sich vor, Sie öffnen nichtsahnend die Haustür und es steht überraschend ein Schauspiel-Star vor Ihnen. So ist das am Sonntag Wählern der britischen Wahlkreise Finchley und Golders Green ergangen: Zusammen mit der lokalen Liberaldemokratin Luciana Berger war Hugh Grant unterwegs, um sie bei ihrer Wahlkampagne zu unterstützen. Am 12. Dezember gehen die Briten wieder an die Urnen.

Der 59-Jährige gab allerdings zu, dass er kein "lebenslanger Lib-Dem-Unterstützer" sei. Erst die fortwährenden Diskussionen um den Brexit hätten ihn dazu gebracht: "Der wahre Grund, warum ich hier bin, ist, dass die Umfrage nach der Umfrage gezeigt hat, dass Großbritannien seine Meinung geändert hat." Die Liberaldemokraten sind klar gegen ein Verlassen der EU.

Hugh Grant plant, noch weitere Wahlkreise zu besuchen und andere Parteien bei der taktischen Abstimmung gegen den Brexit zu unterstützen, was seiner Meinung nach "in unserer aller Verantwortung" liege. In den kommenden Tagen will sich der Londoner dem Liberaldemokraten Chuka Umunna und dem unabhängigen Kandidaten Dominic Grieve anschließen.

Grant ist überzeugter Brexit-Gegner und stellte sich bereits öffentlich gegen den britischen Premierminister Boris Johnson. Im Sommer nannte er den Politiker eine "aufgeblasene Gummi-Ente", als dieser dem Unterhaus eine viereinhalb Wochen lange Zwangspause auferlegte. Kleine Anekdote nebenbei: In "Tatsächlich Liebe" (2003) spielte Hugh Grant einmal selbst den britischen Premierminister.