Was wäre, wenn? Die gewagtesten Gedankenexperimente in Serien

Ein Antisemit als US-Präsident, kämpferische Roboter und die Menschheit unter dem Diktat technischen Fortschritts: Diese Serien loten alternative Wirklichkeiten aus. Aber Vorsicht: Ansicht auf eigene Gefahr.

Ein Antisemit als US-Präsident, kämpferische Roboter und die Menschheit unter dem Diktat technischen Fortschritts: Diese Serien loten alternative Wirklichkeiten aus. Aber Vorsicht: Ansicht auf eigene Gefahr.

2020 jährt sich das Ende des Zweiten Weltkrieges zum 75. Mal. Welchen Lauf aber hätte die Geschichte genommen, wenn 1940 ein Sympathisant der Nationalsozialisten zum US-Präsident gewählt worden wäre? Dieses alternative Szenario spielt die Serie "The Plot Against America" durch, die Sky ab 20. Mai in sein Programm aufnimmt. Auf der Basis von Philip Roths Buchvorlage zeigt die HBO-Produktion unter anderem, wie sich die schicksalhafte Wahl auf das Leben amerikanischer Juden ausgewirkt hätte. Welche Serien sich neben "The Plot Against America" noch auf waghalsige Gedankenexperimente einlassen, zeigt unsere Übersicht.

"The Plot Against America" (Sky)

Was wäre, wenn Charles Lindbergh 1940 Franklin D. Roosevelt als US-Präsident abgelöst hätte? Eine heikle Frage, denn der Fliegerheld war nicht nur Sympathisant der Nationalsozialisten, sondern auch Antisemit. Wie die Amtszeit Lindberghs abgelaufen wäre, darüber spekuliert die Sky-Miniserie "The Plot Against America". Erzählt ist die Geschichte aus der Sicht einer jüdischen Arbeiterfamilie in New Jersey.

"Black Mirror" (Netflix)

Tote, die per Big Data wiederbelebt werden können. Kleine Chips hinterm Ohr, die alles Gesehene und Erfahrene wie ein unfehlbares Gedächtnis aufzeichnen. Eine vorlaute Comicfigur, der die Öffentlichkeit mehr Vertrauen schenkt als der politischen Klasse: Die bitterböse und tiefschwarze SciFi-Satire "Black Mirror" (Netflix) führt der Gesellschaft die Widersprüche und das dystopische Potenzial technischen Fortschritts erschütternd realistisch vor Augen.

"Westworld" (Sky)

Die Roboter sind los: Das Science-Fiction-Format "Westworld" erzählt von einem Freizeitpark, in dem Menschen ihre niederen Instinkte an Robotern ausleben können. Doch in der HBO-Serie ändert sich alles, als die leidtragenden Androiden nach und nach ein Bewusstsein erlangen. Im prominent besetzten Gedankenspiel rund um künstliche Intelligenz geben sich unter anderem Anthony Hopkins, Luke Hemsworth und Jeffrey Wright die Ehre.

"The Man In The High Castle" (Amazon)

Die dystopische Amazon-Serie "The Man In The High Castle" spielt in einem alternativen Amerika der 60er-Jahre: Die USA, so erzählt es die Verfilmung des Philipp.K.-Dick-Romans "Das Orakel vom Berge", haben den Zweiten Weltkrieg verloren und sind ein faschistischer Staat geworden, aufgeteilt unter den Siegermächten Deutschland und Japan. Doch gegen das totalitäre System regt sich Widerstand ...

"For All Mankind" (Apple TV+)

Astronauten waren die Helden einer Zeit, in der die Weltraumforschung noch Priorität Nummer Eins in den USA war. Serienschöpfer Ronald D. Moore erzählt in "For All Mankind" eine alternative Geschichte: Statt Neil Armstrong ist in der Apple-Serie ein Sowjet der erste Mensch auf dem Mond.

"Watchmen" (Sky)

Die Polizistin Angela Abar (Regina King) und ihr Chef Judd Crawford (Don Johnson) versuchen in der Superhelden-Serie "Watchmen" (Sky) ein anarchisches Amerika unter Kontrolle zu halten. Gar nicht so leicht - erst recht, weil die weiße rassistische Terrorgruppe "Siebte Kavallerie" um die Vorherrschaft ringt.