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Was wurde eigentlich aus Esther Ofarim?

In den 60er-Jahren feierte Esther Ofarim mit ihrem damaligen Mann Abi große Erfolge, später zog sich die Künstlerin zwischenzeitlich aus der Öffentlichkeit zurück. Was wurde aus der Sängerin, die am 13. Juni das 80. Lebensjahr vollendet?

Ihren Künstlernamen hat Esther Ofarim (bürgerlich Esther Zaied) mit Bedacht gewählt. Der Name "Ofarim" bedeutet im Hebräischen so viel wie "Rehkitze". Die israelische Sängerin wirkte immer zart, zerbrechlich und stets etwas scheu. Ganz anders verhält es sich mit ihrer klaren, kraftvollen Stimme, die ihr an der Seite ihres Ex-Mannes Abi Ofarim zu einer Weltkarriere verhalf. Am 13. Juni vollendet Esther Ofarim das 80. Lebensjahr. Was wurde aus der Ausnahmekünstlerin, die bereits in den 60-ern ihre größten kommerziellen Erfolge feierte und sich dann zwischenzeitlich aus der Öffentlichkeit zurückzog?

In den späten 50-ern startete die in Galiläa geborene Esther Ofarim am israelischen Nationaltheater Habima ihre Laufbahn. Dort lernte sie 1959 auch den Balletttänzer und ihren späteren Ehemann Abraham (Abi) Reichstat kennen. 1963 verlegte das Paar, das gemeinsam als Duo Esther & Abi Ofarim auftrat, seinen Wohnsitz nach Genf. Noch im selben Jahr belegte Esther Ofarim mit dem Titel "T'en vas pas" für die Schweiz den zweiten Platz beim Eurovision Song Contest in London. Der Titel wurde anschließend in deutscher Fassung als "Melodie einer Nacht" veröffentlicht. Unter anderem mit dem Bee-Gees-Cover "Morning Of My Life" (1967) und "Cinderella Rockefella" (1968) gelangen dem Duo Esther & Abi Ofarim mehrere Welthits.

Rückkehr auf die Konzert-Bühne

Nach der Trennung von ihrem Ehemann Abi im Jahr 1969 etablierte sich Esther Ofarim schnell als Solokünstlerin. Ihr vormals schlagerlastiges Repertoire ergänzte sie immer wieder durch Elemente aus Pop, Chanson und Folklore. Ab dem Ende der 70-er gönnte sich Esther Ofarim eine vorübergehende Schaffenspause, um dann Mitte der 80-er als Theaterschauspielerin ins Rampenlicht zurückzukehren. 1987 zog sie schließlich mit ihrem Sohn David von Sell von New York nach Hamburg. Bis heute lebt Ofarim im dortigen Grindelviertel.

Seit den späten 90-ern tritt Ofarim auch wieder regelmäßig als Sängerin auf; 2003 ging sie erstmals seit 20 Jahren wieder auf Deutschland-Tour und präsentierte einen buten Mix aus hebräischen Liedern, jüdischen Volksliedern, Kurt-Weill-Titeln und Beatles-Klassikern. Ihre bislang letzten Konzerte gab Esther Ofarim im Frühjahr 2020 in Hamburg und Dortmund. Sofern die Pandemielage es zulässt, wird sie auch nach ihrem 80. Geburtstag wieder auf der Bühne stehen - derzeit sind Auftritte in Wedel (26. Juli) und Hasselburg (28. Juli) geplant, kurz darauf will Ofarim außerdem in Tel Aviv (2. und 3. August) auf der Bühne stehen.



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