"Will ein besserer Mann werden": Ryan Adams entschuldigt sich nach #MeToo-Vorwürfen

In einem Artikel der "New York Times" wurde Ryan Adams vor einem Jahr von mehreren Frauen sexuelles Fehlverhalten zur Last gelegt. Nun meldete sich der Musiker zu Wort und zeigte sich reumütig.

Er sieht sich schweren Anschuldigungen ausgesetzt: Anfang 2019 schilderten insgesamt sieben Frauen, darunter seine Ex-Frau Mandy Moore, sie seien von Ryan Adams psychisch missbraucht und sogar sexuell belästigt worden. Nachdem sich der Sänger nach Bekanntwerden der Vorwürfe in einem Beitrag in der "New York Times" zunächst gegen sie gewehrt hatte, drückte er nun sein Bedauern aus. "Es gibt keine Worte, um auszudrücken, wie schlecht ich mich wegen der Art und Weise fühle, wie ich Menschen in meinem Leben und meiner Karriere behandelt habe", schreibt Adams in einem offenen Brief, den die britische Zeitung "Daily Mail" veröffentlichte.

Ihm sei klar, dass es kein Zurück gebe, wie der 45-Jährige verdeutlicht. "Ich habe nun wirklich erkannt, welchen Schaden ich verursacht habe, ich bin niedergeschlagen und immer noch von der Tragweite der verheerenden Auswirkungen erschüttert, die mein Handeln ausgelöst hat", drückte Ryan Adams sein Bedauern aus. Er sei sich bewusst, "dass von denen, die ich verletzt habe, jegliche Entschuldigung von mir wahrscheinlich nicht akzeptiert wird". Für was genau und vor allem bei wem er sich konkret entschuldigt, ließ der US-amerikanische Künstler jedoch offen.

Schwere Vorwürfe gegen Ryan Adams

In dem Bericht der "New York Times" vom Februar 2019 hieß es, Adams habe ein besonderes Interesse an jungen Künstlerinnen gehabt, durch seine Unterstützung hätten ihre Karrieren erst begonnen. Dabei soll Adams ein besonders manipulatives Verhalten an den Tag gelegt haben. Für seine Starthilfe bei den jungen Musikerinnen habe er im Gegenzug sexuelle Forderungen gestellt.

Nach der Veröffentlichung des Artikels wies Adams diese Vorwürfe vehement zurück: "Das Bild, das dieser Artikel zeichnet, ist erschütternd unrichtig", verteidigte sich Adams in einer Mitteilung auf Twitter. Einige der Details darin seien "verdreht", "übertrieben" oder "schlichtweg falsch", schrieb er weiter. Einige Monate später formulierte er kryptisch in einem Instagram-Post: "Ich habe viel zu sagen. Ich werde es tun. Bald. Weil die Wahrheit zählt. Ich weiß, wer ich bin. Was ich bin. Es ist Zeit, dass die Leute es auch erfahren."