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"Wir reden hier von einer verdammten Pandemie": Gene Simmons hat kein Mitleid mit Impfgegnern

Kiss-Bassist Gene Simmons hat kein Verständnis für Menschen, die sich nicht impfen lassen wollen - und offenbar kein Mitleid, wenn sie an COVID-19 sterben. Dies verriet der Rocker in einem Interview, in dem er vor allem Donald Trump für die niedrige Impfquote verantwortlich macht.

Kein Mitleid für Impfverweigerer: Gene Simmons, Bassist der populären Hardrock-Band Kiss, hat in einem Interview mit "Ultimate Classic Rock" (UCR) unmissverständlich ausgedrückt, was er von Corona-Leugnenden und Menschen hält, die auf eine Schutzimpfung verzichten wollen. "Es ist mir egal, wenn ein Idiot COVID bekommt und stirbt", bekannte der 71-Jährige, der auf der Bühne als "The Demon" auftritt. "Ich mache mir Sorgen, dass er andere Menschen mitnimmt. Die keine andere Wahl hatten."

Der Musiker würde diesen Leuten offenbar gerne die Entscheidung mit einer Impfpflicht abnehmen: "Mein Vorschlag wäre es, dass jeder verpflichtet ist, sich impfen zu lassen." Es müsse auch nicht immer um Leben und Tod gehen, auch ein Krankenhausaufenthalt für Erkrankte sei schrecklich. "Es gibt so viele Fälle von Menschen, die die Impfung verweigert haben und im Krankenhaus darum betteln, geimpft zu werden. Aber es ist zu spät", so Simmons gegenüber "UCR".

Von der Argumentation der Impfgegner und -Gegnerinnen, die ihre Freiheit bedroht sehen, hält der Musiker nichts. "Ich habe meine Rechte, sagen Sie mir nicht, was ich tun soll", würden diese sagen. "Das ist seltsam, denn Sie haben nicht das Recht, ohne Sicherheitsgurt auf der Autobahn zu fahren", stellte Simmons einen Vergleich an. An einer roten Ampel müsse man auch anhalten. "Und man hat auch nicht das Recht, nackt über die Straße zu laufen", dabei wäre das nicht einmal lebensbedrohlich. "Wir reden hier von einer verdammten Pandemie, und die Leute kämpfen dagegen an."

Für Simmons Donald Trump schuld an der niedrigen Impfquote

Rund 50 Prozent der Menschen in den USA sind gegen COVID-19 geimpft. Dafür, dass es nicht mehr sind, macht Gene Simmons in erster Linie Ex-US-Präsident Donald Trump verantwortlich. Der Musiker traf bereits 2008 - lange vor dessen Amtszeit - auf Trump. Damals war er in dessen Reality Show "Celebrity Apprentice" zu Gast. "Ich kannte den Mann, bevor er in die Politik eintrat. Aber auch er wurde geimpft", ließ Gene Simmons wissen.

Am 18. August soll es mit Kiss' "End of the Road"-Tour weitergehen, 2020 musste sie aufgrund der Pandmie unterbrochen werden. "Zwischen 150 bis 200 Städte zusätzlich" stehen laut Simmons auf dem Plan. Der Touralltag der Hardrocker mit den bemalten Gesichtern wird sich natürlich deutlich von dem unterscheiden, was sie sonst gewohnt sind. Fan-Treffen werden beispielsweise nicht stattfinden. "Diesmal machen wir Backstage keine Meet and Greet", verriet der Bassist. "Offensichtlich verzichten wir damit auf sehr viel, weil Fans einen extra Preis zahlen, um Fotos und so zu machen. Das fällt weg." Im Backstage würden sich grundsätzlich keine anderen Personen aufhalten dürfen, eine Ausnahme gäbe es für Geimpfte mit Maske.