"Wollte den Stecker ziehen": Emotionale Gesundheitsbeichte von Emilia Clarke

"Game of Thrones" machte Emilia Clarke weltberühmt. Doch beinahe hätten der Schauspielerin schwerwiegende gesundheitliche Probleme einen Strich durch die Rechnung gemacht.

"Game of Thrones" gilt unter vielen Fans als die beste Serie der Welt. Eines der prägenden Gesichter der Saga ist zweifelsohne Emilia Clarke in ihrer Rolle als Drachenmutter Daenerys Targaryen. In einem emotionalen Gastbeitrag im "New Yorker" enthüllte die Schauspielerin nun, dass sie 2011 kurz nach dem Ende der ersten "GoT"-Staffel um ihr Leben kämpfen musste. In dem Essay berichtet sie, Ärzte hätten lebensbedrohliche Aneurysmen in ihrem Gehirn entdeckt. "Ich dachte, ich müsse sterben", schreibt Clarke.

Dabei schien Clarke zu dieser Zeit, sie war 24 Jahre alt, dank ihrer Rolle in "Game of Thrones" gerade richtig Fuß zu fassen. "Als all meine Kindheitsträume wahr zu werden schienen, verlor ich beinahe erst meinen Verstand und dann mein Leben", berichtet die heute 32-Jährige in dem Essay. Es folgte eine schwere Hirn-OP, nach der sie sich an ihren vollen Namen, Emilia Isobel Euphemia Rose Clarke, nicht mehr erinnern konnte. "Stattdessen kamen nur unsinnige Worte aus meinem Mund, und ich geriet in vollkommene Panik", denkt die Schauspielerin an die schwere Zeit zurück. Wie groß ihre Verzweiflung gewesen sein muss, macht auch folgende Aussage klar: "In meinen schlimmsten Momenten wollte ich den Stecker ziehen. Ich bat das Personal, mich sterben zu lassen."

"Ich hatte schreckliche Angst"

Doch die Actrice erholte sich von ihren gesundheitlichen Problemen und kehrte zurück ans Set von "Game of Thrones", wenn auch unter ärztlicher Beobachtung. Zunächst schien sich der Zustand von Clarke stabilisiert zu haben - bis sie 2013 einen weiteren Schicksalschlag verkraften musste. In einer erneuten Gehirn-OP gab es Komplikationen, weshalb starke Blutungen im Hirn ausgelöst wurden. Teile ihres Schädels wurden deshalb durch Titan ersetzt. Nicht nur wegen der schlimmen Schmerzen, sondern auch wegen der schweren psychischen Belastung war es eine schwere Zeit für Emilia Clarke: "Ich konnte niemandem in die Augen sehen. Ich hatte schreckliche Angst, Panikattacken."

Doch Clarke gewann den Kampf gegen die schwere Krankheit. "Ich bin zu 100 Prozent da. Ich fühle endlose Dankbarkeit", versichert die 32-Jährige. Um Menschen mit einer ähnlichen Krankheitsgeschichte wie ihrer zu helfen, engagiert sie sich heute in der Wohltätigkeitsorganisation SameYou.