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Alles rund um die Pflegeversicherung

Pflege Wie sie beantragt werden muss und ihre Leistungen

Leistungen der Pflegeversicherung müssen bei den Pflegekassen beantragt werden. Voraussetzung ist, dass der Pflegebedürftige in den letzten zehn Jahren vor der Antragstellung mindestens zwei Jahre als Mitglied oder Familienangehöriger in der Pflegeversicherung versichert war. Der Antrag muss schriftlich gestellt werden, ist aber formlos. Antragsberechtigt ist der Pflegebedürftige oder eine von ihm bevollmächtigte Person. Um festzustellen, ob die Voraussetzungen der Pflegebedürftigkeit erfüllt sind, findet in der Regel eine Begutachtung in der Wohnung durch den Medizinischen Dienst der Krankenversicherung (MDK) statt.

Die Pflegeeinstufungen

Je nachdem, welcher Pflegegrad sich für den Antragsteller ergibt, wird die Unterstützung von der Pflegekasse berechnet. Insgesamt gibt es fünf Pflegegrade. In den Pflegegrad 1 werden Menschen eingestuft, die noch keine erheblichen Beeinträchtigungen haben, aber schon zumeist körperlich eingeschränkt sind. Der Pflegegrad wird in sechs Modulen anhand festgelegter Berechnungsregeln erarbeitet. Dabei werden nicht nur körperliche Defizite berücksichtigt, sondern auch der Grad an Selbstständigkeit.

Alle Leistungen der Pflegeversicherung im Überblick

Es gibt eine Reihe von Leistungen, die die Pflegeversicherung zu Verfügung stellt. Pflegegeld kann in Anspruch genommen werden, wenn Angehörige oder Ehrenamtliche die Pflege übernehmen. Mit ambulanten Pflegesachleistungen können Versicherte Hilfe eines ambulanten Pflegedienstes in Anspruch nehmen. Grundsätzlich werden Kosten für Verbrauchsprodukte in Höhe von bis zu 40 Euro pro Monat erstattet, so zum Beispiel Einmalhandschuhe oder Betteinlagen.

Macht die private Pflegeperson Urlaub oder ist sie durch Krankheit oder aus anderen Gründen vorübergehend an der Pflege gehindert, übernimmt die Pflegeversicherung die nachgewiesenen Kosten einer notwendigen Ersatzpflege für längstens sechs Wochen je Kalenderjahr, die sogenannte Verhinderungspflege. Pflegebedürftige in teilstationären Pflegeeinrichtungen haben einen eigenen Anspruch auf zusätzliche Betreuung. Die Pflegeversicherung stellt außerdem eine Kurzzeitpflege zur Verfügung, wenn der Pflegebedürftige für eine begrenzte Zeit auf vollstationäre Pflege angewiesen ist.

Es gibt zusätzliche Leistungen für Wohngruppen und wohnumfeldverbessernde Maßnahmen. Durch Leistungen werden auch Pflegebedürftige, die in einem Pflegeheim leben und die sich in vollstationären Einrichtungen der Hilfe für behinderte Menschen aufhalten, unterstützt. Zudem kann ein Entlastungsbeitrag gezahlt werden, um Kosten für die Inanspruchnahme einer teilstationären Tages- oder Nachtpflege zu übernehmen. Zuletzt ist auch eine Übergangspflege für Menschen ohne Pflegegrad möglich.

Die Leistungen der Pflegeversicherung zum Nachlesen.



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