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Soziale Absicherung

Versicherung Pflegende sind seit 2017 besser abgesichert

Wer Angehörige oder auch andere Menschen pflegt, leistet einen wertvollen Beitrag für unsere Gesellschaft und sollte auf Grund dieser Tätigkeit nicht benachteiligt werden. Daher sind Pflegende seit letztem Jahr besser abgesichert. Dies schließt sowohl Renten-, Unfall- als auch Arbeitslosenversicherung ein, wenn bestimmte Voraussetzungen erfüllt werden. So besteht beispielsweise eine Rentenversicherung für Pflegepersonen, wenn diese eine oder mehrere pflegebedürftige Personen mit Pflegegrad 2 bis 5 pflegt und diese Tätigkeit nicht erwerbsmäßig ist. Die Pflege muss zudem einen Umfang von wenigstens zehn Stunden wöchentlich haben und auf regelmäßig mindestens zwei Tage in der Woche verteilt sein. Weitere Voraussetzungen: Der Pflegebedürftige muss in seiner häuslichen Umgebung betreut werden und die die Pflegeperson ist regelmäßig nicht mehr als 30 Stunden pro Woche erwerbstätig.

Pflegeversicherung und Unvallversicherung

Sobald ein Antrag auf Leistungen der Pflegeversicherung gestellt worden ist, muss die Pflegekasse auch die Voraussetzungen für die Rentenversicherung prüfen. Sind die Voraussetzungen erfüllt, hat die Pflegeperson einen Anspruch auf Rentenversicherung gegen die Pflegekasse des Pflegebedürftigen. Die Pflegekasse muss dann die Rentenversicherungsbeiträge an die Rentenkasse entrichten.

Wenn eine Pflegeperson jemanden pflegt, ist sie während der Pflegetätigkeit unfallversichert. Im Unterschied zur Rentenversicherung, gilt die Unfallversicherung auch dann, wenn die Pflege weniger als zehn Stunden beträgt. Es ist auch unerheblich, ob die Pflegeperson neben der Pflege regelmäßig mehr als 30 Stunden in der Woche arbeitet. Die Unfallversicherung tritt ein bei Wege- und Arbeitsunfall, bei Berufskrankheit oder wenn sich die Pflegeperson während der Tätigkeit infiziert und erkrankt.

Arbeitslosenversicherung

Pflegepersonen sind ebenfalls in der Arbeitslosenversicherung versichert. Eine wichtige Voraussetzung (zusätzlich zu jenen, die bei der Rentenversicherung zählen) ist, dass unmittelbar vor der Pflegetätigkeit eine Versicherungspflicht in der Arbeitslosenversicherung (z.B. aufgrund eines Beschäftigungsverhältnisses) bestand oder eine Leistung nach dem Sozialgesetzbuch (SGB) III, wie zum Beispiel Arbeitslosengeld bezogen wurde.



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