Robert F. Kennedy Jr. hält Rede auf Querdenker-Demo in Berlin

Demonstration 38.000 Menschen demonstrierten gestern in Berlin

Berlin. 

Wie die Berliner Zeitung berichtet, haben an den Protesten gegen die Corona-Politik in Berlin, nach Schätzungen der Behörden, insgesamt rund 38.000 Menschen teilgenommen. Der Innensenator Andreas Geisel (SPD) nannte diese Zahl am Sonnabendabend vor Journalisten.  Gefordert wurde von Rednern nicht nur das Aufheben der Corona-Maßnahmen, sondern vor allem der Rücktritt der Bundesregierung, eine neue Verfassung durch das Volk und einen Friedensvertrag. 

Da es auch zu Ausschreitungen gekommen ist, seien über den Tag verteilt zirka300 Menschen festgenommen worden, allein vor der russischen Botschaft seien es etwa 200 gewesen. Dort versuchte die Polizei die Versammlung aufzulösen. Da die Protestierenden sich weigerten die Straße frei zu machen, sei es zu gewaltsamen Ausschreitungen zwischen den Demonstranten und der Polizei gekommen.

Robert Francis Kennedy Jr. wendet sich an Berliner 

1963 hielt der 35. Präsident der Vereinigten Staaten John F. Kennedy seine berühmte Rede "Ich bin ein Berliner" vor dem Rathaus Schöneberg, damals der Amtssitz des Regierenden Bürgermeister Berlins, Willy Brandt - gestern wandte sich "JFK"s Neffe Robert Francis Kennedy Jr. an die Demonstranten.  In seinem Redebeitrag richtete sich der US-Rechtsanwalt, Umweltaktivist und Impfgegner gegen den Aufbau des 5G-Mobilfunknetzes, warnte vor einem Überwachungsstaat und attackierte in diesem Zusammenhang unter anderem Microsoft-Gründer Bill Gates.

"Und wenn ich in die Menge schaue sehe ich das Gegenteil von Nazis. Ich sehe Menschen, die Demokratie lieben, Menschen, die eine offene Regierung wollen, Menschen, die Anführer wollen, von denen sie nicht belogen werden. Wir wollen keine Anführer, die wahllos irgendwelche Regelungen erlassen, um unsere Demut und Unterwürfigkeit zu erwirken. Wir wollen Anführer, die für uns arbeiten und nicht für die Pharma-Lobby. Wir wollen Politiker, die sich um die Gesundheit unserer Kinder kümmern und nicht um den Profit der Pharmalobby und ihren eigenen Profit!", richtet er sich gegen die Corona-Maßnahmen.  "Regierungen lieben Pandemien. Und sie lieben sie aus den gleichen Gründen wie sie den Krieg lieben - weil es sie in die Lage versetzt, Kontrollmechanismen zu installieren, die wir sonst niemals akzeptieren würden.", führt er aus. 

Unter Verweis auf den berühmten Berlin-Besuch des US-Präsidenten Kennedy im Juni 1963 sagte er, sein Onkel sei damals nach Berlin gekommen, weil in der Stadt die Front gegen Totalitarismus verlaufen sei. "Heute ist Berlin wieder die Front gegen Totalitarismus", fügte er an. "Regierungen lieben Pandemien und sie lieben sie aus den gleichen Gründen wie sie den Krieg lieben - weil es sie in die Lage versetzt, Kontrollmechanismen zu installieren, die wir sonst niemals akzeptieren würden.