Sachsen mit tollen Erfolgen in Most

MOTORSPORT Laufsieg für Marvin Kirchhöfer - Podestplatz für Dominik Fugel

Most/Tschechische Republik. 

Most/Tschechische Republik. Das zweite Saisonrennen des ADAC GT Masters ging an diesem Wochenende im nordböhmischen Most über die Bühne. Die Tagessiege in der gleichlautenden Top-Kategorie gingen dabei am Samstag an den Schweizer Partric Niederhauser und Kelvin van der Linde aus Südafrika, die sich am Volant eines Audi R8 LMS abwechselten, sowie tags darauf an Marvin Kirchhöfer aus Markkleeberg und seinen Partner Markus Pommer aus Neckarsulm in einer Corvette C7 GT3-R.

Nicht viel zu feiern gab es bei seinem "Semi-Heimrennen" im grenznahen Moster Autodrom für den zweiten Sachsen im Feld, den jungen Dresdner Maximilian Paul. Der 19-jährige pilotiert zusammen mit dem fast auf den Tag genau gleich alten Österreicher Simon Reicher im Dresdner Team T3 Motorsport ebenfalls einen Audi R8 LMS. Nachdem sie am Samstag Platz 25 belegten, sahen sie tags darauf keine Zielflagge.

Toni Wolf ohne Fortune

Nachdem der Porsche Carrera Cup Deutschland sein erstes Saisonrennen Anfang Mai im Rahmen der DTM absolviert hatte, war dieser in Most nun im Rahmen des ADAC GT Masters zu Gange. Hier mischte unter anderem der ebenfalls erst 19-jährige Toni Wolf aus dem Lengenfelder Ortsteil Schönbrunn mit. Im ersten Rennen wurde er auf Platz sieben liegend neben die Strecke gerempelt und schied aus. Im zweiten belegte er Rang 13.

Podestplatz beim Semi-Heimrennen

In der Tourenwagenklasse ADAC TCR Germany waren diesmal gleich drei Westsachsen am Start, denn neben dem 22-jährigen Chemnitzer Dominik Fugel und dem 39-jährigen Ex-Hohenstein-Ernstthaler und jetzt in Leipzig lebenden Steve Kirsch absolvierte Dominik Fugels vier Jahre jüngerer Bruder Marcel einen Gaststart. Im ersten Rennen am Samstag konnte sich Dominik Fugel mit seinem Honda Civic FK7 TCR und einem super Start gleich vom fünften auf den dritten Platz verbessern und diesen lange Zeit halten. In der letzten Runde unterlief ihm jedoch ein kleiner Fahrfehler, infolgedessen er auf Platz vier zurückfiel. Während Steve Kirsch das Rennen auf Platz 10 beendete, stellte Marcel Fugel sein Fahrzeug nach einer Kollision vorsichtshalber ab.

Für das Rennen am Sonntag werden die Top 10 des zweiten Qualifyings in umgekehrter Reihenfolge aufgestellt. was für Dominik Fugel, Steve Kirsch und Marcel Fugel die Startplätze fünf, zehn und 13 bedeutete. Diesmal blieb Dominik Fugel fehlerlos, verbesserte sich gegenüber seiner Ausgangsposition um zwei Plätze und stieg demnach als Dritter aufs Podest. Der Routinier und Instruktor am Sachsenring, Steve Kirsch, schien Platz zehn an diesem Wochenende gepachtet zu haben, denn auf diesem kam er mit seinem weitgehend in Eigenregie frisch aufgebauten und an noch ein paar Kinderkrankheiten laborierenden Opel Astra TCR wieder ins Ziel. Marcel Fugel finishte als ebenfalls guter Zwölfter.

Sophie Hofmann ärgert die Großen

Wie in Oschersleben war die STT - Spezial Tourenwagen Trophy - wieder als eine der Rahmenklassen mit von der Partie, und demzufolge auch Sophie Hofmann aus Waldenburg. Die noch bis zum 3. Juni 20-jährige Studentin ging mit ihrem Seat Leon TCR wieder in der Division 2 Klasse 4 für STT-Fahrzeuge mit 2,75 bis 3,0 kg/PS an den Start und belegte am Samstag neben dem starken siebenten Gesamtrang den dritten Divisionsplatz sowie Rang zwei in ihrer Klasse. Am Sonntag lief es sogar noch besser für sie. Als Gesamtfünfte im 17 Autos umfassenden Feld gewann sie sogar ihre Klasse und wurde in ihrer Division Zweite.

Beim zweiten Saisonrennen der Breitensport-Serie mischte auch der Meeraner Taxi-Unternehmer Steffen Schwan in einem Ford Fiesta ST in der Division 3 Klasse 7 (STT-Fahrzeuge mit 4,5 bis 6,5 kg/PS) mit. Nachdem er im ersten Rennen keine Zielflagge sah, wurde er im zweiten 14.

Finale am Sachsenring

Nach Oschersleben und nun also Most stehen für das ADAC GT Masters noch die beiden weiteren Auslandsrennen auf dem Red Bull Ring in Österreich sowie an der niederländischen Nordseeküste in Zandvoort auf dem Programm. Danach geht es auf dem Nürburg- und dem Hockenheimring weiter. Das große Saisonfinale findet danach erstmals auf dem Sachsenring statt, und zwar vom 27. bis 29. September.