19 Millionen Euro Steuerschaden

Finanzen Steuerstrafrechtstag der sächsischen Finanzverwaltung fand in Chemnitz statt

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Foto: Getty Images/iStockphoto/Stefan Ataman

"Die sächsische Steuerfahndung als Kriminalpolizei in Steuersachen erfüllt wichtige Aufgaben für alle ehrlichen Steuerzahler", sagte Finanzminister Matthias Haß anlässlich des Steuerstrafrechtstages der sächsischen Steuerverwaltung, der diese Woche in Chemnitz stattfand. Am Informations- und Erfahrungsaustausch nahmen neben der sächsischen Steuerfahndung unter anderem auch Vertreter des Finanzministeriums, der Justiz, der Polizei, des Hauptzollamtes Erfurt sowie von Europol und des Landesamtes für Steuern und Finanzen teil. "Der Steuerstrafrechtstag trägt dazu bei, dass die Steuerfahndungen im internationalen Kampf gegen Steuerbetrug und -hinterziehung enger zusammenrücken. Nur durch ein gemeinsames Vorgehen gegen Steuerbetrüger kann die Steuergerechtigkeit gesichert werden."

Immenser Schaden für das Land

Die sächsischen "Steuerstrafverfolger" haben im ersten Halbjahr 2018 übrigens knapp 440 Fahndungsprüfungen abgeschlossen, 420 Amts- und Rechtshilfeersuchen erledigt und dabei einen Steuerschaden von fast 19 Millionen Euro aufgedeckt. Wie in den zurückliegenden Jahren entfiel ein großer Teil der hinterzogenen Steuern - etwa 6,2 Millionen Euro - auf die Umsatzsteuer. In den Bußgeld- und Strafsachenstellen waren im ersten Halbjahr 2018 rund 10.000 Anzeigen, Prüfberichte der Finanzämter sowie Steuerstraf- und Bußgeldverfahren in Bearbeitung. Von der Justiz ergingen im ersten Halbjahr 2018 in etwa 190 Fällen Urteile und Strafbefehle. Die Urteile führten insgesamt zu Geldstrafen von rund einer halben Million Euro und Freiheitsstrafen von fast 31 Jahren.