800 Millionen Euro für heimische Wälder

Umwelt Forstminister der Länder entwickeln einen "Masterplan für Deutschlands Wälder"

Auf Einladung des Sächsischen Umweltministers Thomas Schmidt trafen sich am Donnerstag die Forstministerinnen und -minister aus Baden-Württemberg, Bayern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Sachsen. Gemeinsam mit Bundesministerin Julia Klöckner einigten sie sich im sächsischen Moritzburg bei Dresden auf den "Masterplan für Deutschlands Wälder". In der sogenannten "Moritzburger Erklärung" fordern sie vom Bund 800 Millionen Euro, die in den nächsten vier Jahren gewährt werden sollen. Diese sollen den Ländern für akute, aber auch langfristige Maßnahmen zum Erhalt des Waldes zur Verfügung gestellt werden.

Vor allem das Wetter macht den Bäumen zu schaffen

"Die Wälder in Deutschland sind derzeit einer katastrophalen Situation ausgesetzt, die mit den Sturmschäden im Herbst 2017 ihren Anfang nahm, durch die langanhaltende Dürre des vergangenen Jahres verstärkt wurde und sich mit dem andauernden warmen und trockenen Wetter immer weiter zuspitzt", sagte Ministerpräsident Michael Kretschmer, der an dem Treffen teilnahm. "Die Bundesländer können die notwendige Hilfe nicht ohne eine deutliche Unterstützung des Bundes leisten."

Gebraucht werde jetzt zunächst schnelle, pragmatische Hilfe beim Abtransport von Schadholz und bei der Wiederaufforstung, meint Julia Klöckner. "Das Ziel ist nicht nur die entstandenen Freiflächen wieder zu bewalden, sondern den Wald an den Klimawandel anzupassen. Für die Moritzburger Erklärung danke ich Sachsen und den weiteren vier Länderministern." Der "Masterplan für Deutschlands Wälder" umfasst Vorschläge zu sechs Themenkomplexen. Dazu zählen "Klimaschutz durch nachhaltige Waldbewirtschaftung", "Schadensbeseitigung, Walderhalt und klimaangepasster Waldumbau" sowie "Waldbrandbekämpfung". Weiterhin rückt "Angewandte Forschung", "Holzverwendung und Innovation" sowie "Öffentlichkeitsarbeit und Umweltbildung" in den Fokus.