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Abwärtstrend bei beruflicher Ausbildung vorbei?

Trend Duales Modell wird zunehmend für Abiturienten und Studienabbrecher interessant

Trotz der demografischen Entwicklung und der Studierneigung vieler junger Menschen ist der Abwärtstrend bei den Ausbildungsverträgen vorerst gestoppt. Das geht aus der aktuellen Ausbildungsumfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK) hervor. "Junge Menschen sehen in der Beruflichen Ausbildung wieder öfter einen attraktiven Einstieg ins Berufsleben", sagt der stellvertretende DIHK-Hauptgeschäftsführer Achim Dercks. Zudem konnten auch mehr Abiturienten oder Studienabbrecher für eine duale Ausbildung gewonnen werden.

Trotzdem: Mehr Plätze als Azubis

Der deutschen Wirtschaft falle es dennoch vor schwer, alle offenen Ausbildungsplätze zu besetzen. Das gemeldete Angebot an betrieblichen Ausbildungsplätzen war mit 546.600 in 2018 noch einmal erheblich größer als im Vorjahr (plus 19.000 Plätze). "Im Wettbewerb um den Fachkräftenachwuchs gibt es innerhalb der Wirtschaft Gewinner und Verlierer", analysiert Dercks. Während sich viele Unternehmen noch vor einigen Jahren Azubis auswählen konnten, sind es heute vielfach die Azubis, die sich das passende Unternehmen aussuchen: So erhielt fast jeder zehnte Betrieb (18.000 Unternehmen) in 2018 überhaupt keine Azubi-Bewerbung.

Um offene Ausbildungsstellen zu besetzen und die Integration zu unterstützen, bilden im IHK-Bereich immer mehr Unternehmen Geflüchtete aus. Derzeit sind es rund 16 Prozent der ausbildenden Unternehmen. Besonders in der Gastronomie, dem Bau- und Verkehrsgewerbe haben die Betriebe ihr Ausbildungsengagement von Geflüchteten überproportional stark fortgesetzt.



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