• Corona-News
  • Sachsen
  • Chemnitz
  • Erzgebirge
  • Mittelsachsen
  • Vogtland
  • Westsachsen

Adventsstreik: Amazon streikt bis Samstag

Gewerkschaft Ver.di fordert Traifvertrag "Gute und gesunde Arbeit"

Leipzig. 

Leipzig. Sind die Weihnachtsgeschenke in Gefahr? Möglich wäre das für Kunden, die beim Versandhändler Amazon bestellt haben. Seit Sonntagmitternacht sind die Beschäftigten der Amazonzentrale Leipzig aufgerufen bis einschließlich Samstag zu streiken. "Mit dem "Adventsstreik" will Ver.di das Weihnachtsgeschäft des Versandhändlers stören", heißt es von Seiten der Gewerkschaft.

Bereits zu Beginn der Vorweihnachtszeit waren Beschäftigte des Online-Riesen bundesweit für mehrere Tage in den Streik getreten. Neben der Anerkennung der Tarifverträge für den Einzel- und Versandhandel Sachsen fordert ver.di schon länger einen Tarifvertrag "Gute und gesunde Arbeit".

Streik soll bis einschließlich Samstag andauern

"Amazon sieht sich mittlerweile gezwungen Werbespots zu schalten, in denen die angeblich hervorragenden Arbeitsbedingungen bei Amazon gepriesen werden. Das zeigt, dass der Druck auf das Unternehmen ziemlich hoch ist und Amazon sich für den andauernden Protest der eigenen Beschäftigten rechtfertigen muss. Wir sind also auf dem richtigen Weg. Mit einem langen Atem können wir Amazon deutlich machen, dass es sinnvoller wäre, in die Beschäftigten zu investieren und endlich nach den Tarifverträgen des Einzelhandels Sachsen zu bezahlen, statt teure Werbung zu schalten", so Ver.di Streikleiter Thomas Schneider.

Gerade in der Vorweihnachtszeit steige die Belastung der Beschäftigten massiv an. "Es müssen tausende Päckchen und Pakete gepickt und gepackt werden. Hinzu kommen eine enorme Taktung und der dadurch steigende Zeitdruck. Das hat negative Folgen für die Gesundheit der Beschäftigten. Wir brauchen zwingend einen Tarifvertrag "Gute und gesunde Arbeit" bei Amazon", so ver.di Landesfachbereichsleiter Jörg Lauenroth-Mago. Ein Bestandteil dieses Tarifvertrags wäre ein gut ausgestatteter Gesundheitsfonds, über dessen Verwendung gewerkschaftliche und betriebliche Interessensvertreter mitbestimmen. Amazon verweigert bislang Verhandlungen über Tarifverträge mit der Gewerkschaft Ver.di.

Kommen die Pakete rechtzeitig? 

Amazon versichert: "Die Pakete kommen pünktlich an, denn der Großteil der Mitarbeiter kümmert sich ganz normal um Kundenbestellungen. Kunden können noch bis 20. Dezember mit Standardversand und bis 23. Dezember mit Premiumversand bestellen und die Bestellungen sind rechtzeitig vor Weihnachten da. Für diejenigen, die in der Logistikbranche arbeiten, ist Amazon sicherlich einer der besten Arbeitgeber. Fragen Sie einfach die über 8.000 Kollegen, die seit mehr als fünf Jahren bei uns sind und jeden Tag hervorragende Leistungen für die Kunden erbringen. Wir zahlen am oberen Ende vergleichbarer Jobs, bieten Zusatzleistungen und hervorragende Möglichkeiten zur Weiterentwicklung."