Arzt in Sachsen impft nicht mehr gegen Corona und nennt Impfung "Körperverletzung"

Corona Entscheidung dürfe nicht unter Druck oder unter Androhung von Sanktionen erfolgen

Ein Arzt in Sachsen impft nicht mehr gegen Corona. Foto: Anke Brod

Von brod

Leipzig. "Nachdem wir uns in der Vergangenheit auch an den Impfungen gegen Corona beteiligt haben, beende ich nun die Impfungen gegen Corona in meiner Praxis", kündigte die Hausarztpraxis Mahn im Leipziger Stadtteil Connewitz jetzt wörtlich auf der eigenen Webseite an. Es handelt sich hier um eine akademische Lehrpraxis der Universität Leipzig. Begründend schrieb Praxisinhaber Torsten Mahn: "In letzter Zeit kamen vorwiegend Patienten zu mir, die als Grund für die Impfung den Druck der Gesellschaft, Druck durch Arbeitgeber und allgemeine Einschränkungen im öffentlichem Leben angaben." - Doch sei für eine medizinische Maßnahme, wie eine Impfung, eine medizinische Notwendigkeit und das Einverständnis des Patienten Grundvoraussetzungen, erklärte Mahn. Im Gegensatz zu ihm sehen viele andere Mediziner die Impfung als einzig wirksamen Ausweg aus der Pandemie. Einen Appell dafür hielt auch eine ehemalige Ärztin aus Limbach-Oberfrohna.

"Eine Impfung ist kein Notfall"

"Über die medizinische Notwendigkeit möchte ich an dieser Stelle keinen Kommentar abgeben, jedoch ist das Einverständnis des Patienten Grundvoraussetzung für einen medizinischen Eingriff", führte der Arzt weiter aus. Und: Eine Impfung sei kein Notfall. Um sein Einverständnis zu geben, müsse der Patient aber umfassend aufgeklärt sein. Die Entscheidung dürfe nicht unter Druck oder unter Androhung von Sanktionen erfolgen, also bei Unwirksamkeit einer "freien" Entscheidung. Nach wie vor gibt es in Deutschland keine Impfpflicht, aktuell aber in Sachsen aufgrund der 2G-Regelung, die in vielen Bereichen das öffentlichen Lebens greift, Nachteile für ungeimpfte Personen.

Arzt bittet Patienten um Verständnis für die Entscheidung

"Da die freie Entscheidung aktuell nicht mehr gegeben ist, kann die Aufklärung nicht mehr nach medizinisch-ethischen Aspekten erfolgen und die Impfung würde ohne Aufklärung und Einverständnis erfolgen", so der Mediziner. Mahn betonte drastisch: "Dies entspricht aber einer Körperverletzung, zu der ich nicht berechtigt und willens bin". Er bittet seine Patienten darum, seine Entscheidung zu verstehen und zu akzeptieren. Bei Fragen zur Impfung oder gesundheitlichen Aspekten könne man sich weiterhin gern an ihn wenden.