Asyl: Schluss mit der Freizügigkeit

Politik Anerkannte Flüchtlinge dürfen Wohnsitz nicht mehr frei wählen

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Foto: Radek Procyk/Getty Images

Dresden. Bisher durften Asylbewerber in Sachsen selbst bestimmen, wo sie sich niederlassen möchten. Ein Großteil der Flüchtlinge entschied sich offenbar für größere Städte wie Dresden, Leipzig und Chemnitz. Das soll sich zum Monatswechsel aber ändern.

Integrationsangebote sollen besser aufgeteilt werden

Schon im Februar beschloss das Sächsische Staatsministerium des Innern einen Erlass, der bewirken soll, dass aufgenommene Schutzsuchende gleichmäßig im Freistaat verteilt werden. Zuwanderer können so bis zu drei Jahre dazu verpflichtet werden, in einem festgelegten Landkreis zu wohnen.

Mit dieser neuen Wohnsitzauflage hofft man, Integrationsressourcen besser nutzen zu können und gleichzeitig die Ballungsräume zu entlasten. Asylbewerber, die bereits ein Studium oder eine Ausbildung begonnen haben, müssen den Wohnort nicht wechseln. Auch andere individuelle Angelegenheiten werden bei der Auflage beachtet. Personen, die der Wohnsitzauflage nicht nachgehen, erhalten keine Sozialleistungen mehr und begehen zudem eine Ordnungswidrigkeit.