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Auch Titel im ADAC GT Masters vergeben

Motorsport Vom Sachsenring "geklautes" Finale fand in Oschersleben statt

Oschersleben. 

Oschersleben. Planmäßig hätten die Meister des ADAC GT Masters 2020 beim auf dem Sachsenring angedachten Finale bereits Anfang Oktober gekürt werden sollen. Diesem Vorhaben machte Corona jedoch einen dicken Strich durch die Rechnung. Nach Veranstaltungsabsagen und Terminverschiebungen endete das GT-Masters-Jahr 2020 schließlich mit dem siebenten Saisonrennen an diesem Wochenende in der Motorsport Arena Oschersleben. Vier Teams bzw. sieben Fahrer reisten zu diesem mit Titelchancen an, sodass Spannung garantiert war.

Sachsenring-Sieger beim Finale nur mit Nebenrollen bedacht

Die Sieger der Rennen vom Sachsenring, Marvin Dienst/Philipp Frommenwiler (Lampertheim/Schweiz, Mercedes-AMG GT3) bzw. Markus Pommer/Jeffrey Schmidt (Neckarsulm/Schweiz, Corvette C7 GT3-R) waren in diesen Titelkampf nicht involviert und hatten auch in Oschersleben nichts zu feiern. Marvin Dienst/Philipp Frommenwiler schieden am ersten Tag aus und wurden tags darauf 16. Markus Pommer/Jeffrey Schmidt kamen nach einem 13. Platz am ersten Oscherslebener Renntag am Sonntag auf Rang 14.

Krachendes Ende

Am Samstag gewannen die besagtem Titelfavoritenkreis zugehörigen Michael Ammermüller/Christian Engelhardt (Rotthalmünster/Starnberg, Porsche 911 GT3 R vor ihren Mitbewerbern Maro Engel/Luca Stolz (Monaco/Brachbach, Mercedes-AMG GT3 Evo) sowie Philip Ellis/Raffaele Marciello (Großbritannien/Italien, Mercedes-AMG GT3 Evo). Die weiteren Titelanwärter Christopher Haase/Max Hofer (Kulmbach/Österreich, Audi R8 LMS), Robert Renauer (Jedenhofen, Porsche 911 GT3 R), der auf Grund diverser Partnerwechsel Einzelkämpfer in Sachen Meisterschaft war und dem in Oschersleben der Franzose Mathieu Jaminet zur Seite stand, sowie Patric Niederhauser/Kelvin van der Linde (Schweiz/Südafrika, Audi R8 LMS) belegten die Plätze vier, fünf und sechs. Damit hatten Michael Ammermüller/Christian Engelhardt vorm ultimativ letzten Saisonrennen die Gesamtführung übernommen und sich hinter ihnen die Tabellensituation sogar noch verschärft.

Das zweite Rennen am Sonntag begann mit einem Massencrash auf der Start- und Zielgeraden, bei dem sechs Autos schlagartig eliminiert wurden. Unter anderem erwischte es die amtierenden Champions Patric Niederhauser/Kelvin van der Linde. Nach Rennabbruch und Neustart gewannen Philip Ellis/Raffaele Marciello vor Rolf Ineichen/Mirko Bortolotti (Schweiz/Italien, Audi R8 LMS) und Robert Renauer/Mathieu Jaminet. Mit Platz vier, unmittelbar vor Maro Engel/Luca Stolz, feierten Michael Ammermüller/Christian Engelhardt schließlich die Meisterschaft.

Sieg und Titel für die Fugel-Brüder

Mit jeweils einem lachenden und einem weinenden Auge reisten die Chemnitzer Fugel-Brüder Dominik und Marcel aus Oschersleben ab. Der 23-jährige Dominik hatte als Gesamtdritter noch Chancen auf den Meistertitel und der drei Jahre jüngere Marcel führte in der Junior-Wertung die Tabelle an. Im ersten Rennen am Samstag belegten sie die Plätze drei und fünf, mit denen Dominik etwas Boden auf den Spitzenreiter einbüßte und Marcel seinen Vorsprung in der Unterkategorie ausbauen konnte. Am Sonntag feierte Dominik Fugel zwar seinen vierten Saisonsieg, doch brachte dieser in der Tabelle keine Verbesserung mit sich. Marcel wurde von einem Kontrahenten torpediert und ins Aus geschickt, durfte sich aber dennoch über den "kleinen" Titel freuen.



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