Aufgepasst! Bald kommen die E-Roller

Verkehr Minister Dulig: "Umweltfreundliche Alternative zu Autos in Innenstädten"

Es ist amtlich: E-Roller werden bald zum deutschen Straßenbild gehören. Ende der vergangenen Woche stimmte der Bundesrat den Plänen von Verkehrsminister Andreas Scheuer zu und ebnete so den Weg für die Zulassung von Elektro-Tretrollern. Entgegen der ursprünglichen Pläne sollen die Fahrzeuge jedoch grundsätzlich nur auf Radwegen unterwegs sein. Außerdem sollen E-Roller erst für Jugendliche ab 14 Jahren erlaubt werden und nicht bei langsameren Modellen schon ab zwölf Jahren wie zunächst vorgesehen. Damit entschied sich die Mehrheit für den gemeinsamen Änderungsantrag der Länder Sachsen, Bayern und Saarland.

In anderen Ländern gehören sie schon zum Straßenbild

"Ich denke, diese Altersgrenze ist im Interesse der Verkehrssicherheit ein tragfähiger Kompromiss. Wir wollen schließlich keine neuen bürokratischen Hürden aufbauen, welche für die Polizei bei Kontrollen den Aufwand deutlich erhöhen würde", so Sachsens Verkehrsminister Martin Dulig, der vergangene Woche im Bundesrat zur Zulassung von sogenannten Elektrokleinstfahrzeugen sprach. "Ich freue mich, dass wir nun den Weg frei machen für eine neue CO2- und stickstoffoxidfreie Art der Fortbewegung. E-Roller sind eine tolle Alternative zum Auto und zum Motorrad, um kurze Entfernungen - die sogenannte 'letzte Meile' - in den Innenstädten zurückzulegen", so der Minister in seiner Rede. "Wie gut das funktioniert, habe ich zuletzt in Finnland und Estland sehen können. Dort sind E-Roller sogar auf Gehwegen erlaubt, was problemlos funktioniert. Mit der heutigen Zustimmung bringen wir die Mobilitätswende ein gutes Stück voran."

Abschließend wies Dulig darauf hin, dass die Arbeit mit der Zulassung der E-Roller noch nicht getan ist. "Wir stehen nun vor weiteren Herausforderungen. Der Ausbau von Radwegen muss jetzt erst recht vorangetrieben werden, damit nicht derjenige, der mit zwei Rädern in der Stadt unterwegs ist, zu oft auf die Straße ausweichen muss. Kommunen haben bereits jetzt die Möglichkeit, mit einer entsprechenden Beschilderung, breite Fußwege auch für Radfahrer und nun auch für E-Roller-Fahrer freizugeben."