Ausbau von Ganztagsangeboten an Schulen geplant

Bildung Sachsen belegt den bundesweiten Spitzenplatz

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Foto: FatCamera/Getty Images

Dresden. Mit 97,4 Prozent belegt Sachsen bundesweit den Spitzenplatz an Ganztagsangeboten an Schulen, wie einer Studie der Bertelsmann-Stiftung entnommen. Im Schuljahr 2015/2016 hatten 77,5 Prozent aller Schüler des Freistaates Ganztagsangebote in Anspruch genommen, bundesweit waren es 39,3 Prozent.

Zwar ist der Wert im Vergleich zum Jahr 2014 (79,3 Prozent) gesunken, auf lange Sicht hat sich jedoch eine Verbesserung eingestellt. Noch zehn Jahre zuvor konnte man lediglich 34,6 Prozent verzeichnen.

Förderung für mehr Qualität

Zwar fördert der Freistaat die Angebote aktuell mit 25 Millionen Euro pro Jahr, doch das Geld soll nunmehr gezielter eingesetzt werden, um die Qualität der Angebote zu verbessern. Das Kultusministerium hat mit der TU Dresden deshalb ein Qualitätsraster erarbeitet, welches derzeit im Modellversuch an 20 Schulen erprobt wird. Denn ab dem 1. August 2018 werden alle allgemeinbildenden Schulen durch das neue Schulgesetz sowieso zu Ganztagesangeboten verpflichtet.

"Ganztagsangebote sind ein wichtiger Baustein für ein erfolgreiches Bildungssystem. Die Angebote der Schulen sind vielfältig und reichen von der Förderung von leistungsschwachen und leistungsstarken Schülern bis hin zu Arbeitsgemeinschaften, in denen Talente und Fähigkeiten der Schüler gefördert werden", äußerte sich Kultus-Staatssekretär Dr. Frank Pfeil.

Die meisten Kosten für den bundesweiten Ausbau der Ganztagsangebote werden auf Personalausgaben fallen, da rund 183.800 neue Vollzeitstellen benötigt werden. Im Schnitt werden für die Länder etwa 10 Milliarden Euro zusätzlich anfallen. Weitere Informationen zum Thema gibt es online.