Austritt ohne Absprache?

Brexit Europaminister Schenk zur Entscheidung der Briten

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Zweieinhalb Jahre nach dem Brexit-Votum und zehn Wochen vor dem für den 29. März vorgesehenen Austritt des Vereinigten Königreichs aus der Europäischen Union ist vieles noch unklar. Das britische Unterhaus hat den Austrittsvertrag, den Premierministerin Theresa May viele Monate lang ausgehandelt hatte, vergangene Woche mit großer Mehrheit abgelehnt.

Sachsens Europaminister Oliver Schenk zur Entscheidung: "Schon der Brexit an sich kennt keine Gewinner, sondern nur Verlierer. Ein Austritt ohne jede Absprache für die Zukunft verschärft die nachteiligen wirtschaftlichen Auswirkungen nochmals erheblich. Es wird zunehmend deutlich, dass diese gewachsene Beziehung nicht ohne erhebliche Probleme für beide Seiten kurzfristig durchtrennt werden kann", sagte Schenk am Mittwoch in Dresden. Jetzt sei ein klares Signal der Briten gefragt, wie es weiter gehen soll.

Die Industrie- Handelskammer (IHK) Chemnitz rät Unternehmen derweil, dringend zu prüfen, ob und welche Anpassungen ihrer Geschäftsbeziehungen im Zuge des Brexit erforderlich sind. Um den Unternehmen dabei Hilfestellung zu leisten, haben IHKs und der Deutsche Industrie- und Handelskammertag ein Online-Tool www.ihk.de/brexitcheck entwickelt.