Bahnverbindung soll ausgebaut werden

Infrastruktur Bürgermeister des Sächsisch-Bayerischen Städtenetzes tagen

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Foto: Harry Härtel

Zwickau. Das Sächsisch-Bayerische Städtenetz verstärkt die Zusammenarbeit bei der Realisierung einer wichtigen internationalen Schienenverbindung. Am jährlichen Treffen der Oberbürgermeister der Städte Bayreuth, Marktredwitz, Hof, Plauen, Zwickau und Chemnitz am 12. Januar nahmen erstmals mit der oberfränkischen Regierungspräsidentin Heidrun Piwernetz und ihrem stellvertretenden Amtskollegen aus Karlsbad, Martin Hurajcik, die Spitzen der Bezirke teil.

Verbindung wurde noch nicht realisiert

Die Stadt Eger war mit dem jüngst erneut gewählten zweiten Bürgermeister Michal Pospisil vertreten. "An der zentralen Nahtstelle von Ost und West klafft bald 30 Jahre nach der Grenzöffnung noch immer eine gravierende Lücke", so das Fazit der Repräsentanten. Sven Dietrich von der Zwickauer Stabsstelle monierte: "Seit der Wende treten wir bezüglich der Verbindung von Chemnitz über Zwickau und Plauen nach Nürnberg buchstäblich auf der Stelle. Es hat sich bisher nicht viel getan!"

Die Ausbauarbeiten in Bayern haben noch gar nicht begonnen. Zwar laufen Vorplanungen, die nach Angaben der Bahn bis 2019 dauern werden. Erst dann können sich die Ausführungsplanungen anschließen. Voraussetzung ist, dass die Bundesregierung an diesem Projekt auch weiter festhält. Der Schulterschluss mit dem tschechischen Nachbarn wurde in den vergangenen Jahren gesucht und gefunden. Ziel ist der Ausbau der Bahnstrecke Nürnberg - Marktredwitz - Eger - Prag.

Auf tschechischer Seite wird mit der Inbetriebnahme eines acht Kilometer langen Tunnels bei Pilsen in diesem Jahr ein weiterer Meilenstein erreicht. Die Vertreter des Städtenetzes forderten von der künftigen Bundesregierung ein Elektrifizierungsprogramm, um die im Bundesverkehrswegeplan verankerten Ausbaumaßnahmen beschleunigen zu können.