Blühende Wiesen für Sachsens Schmetterlinge

Natur Geringfügige Beteiligung bringt große Veränderung

Das Insektensterben macht auch vor den Tagfaltern nicht halt. In Sachsen sind von 125 heimischen Tagfalterarten bereits 14 Prozent ausgestorben, noch einmal so viele vom Aussterben bedroht und auch ehemals häufige Arten werden seltener. Ein wichtiger Schritt als Gegenmaßnahme ist es, ein schmetterlingsfreundliches Umfeld zu schaffen und das auch in Siedlungsbereichen. Dass dies im Prinzip fast jeder kann, der Zugang zu einer Wiese hat, belegt der Erfolg der vor vier Jahren sachsenweit gestarteten Mitmachaktion "Puppenstuben gesucht - Blühende Wiesen für Sachsens Schmetterlinge".

Die Anzahl, der gemeldeten Wiesen von Städten und Gemeindeverwaltungen, Wohnungsgenossenschaften, regionalen Projektpartnern sowie privaten Akteuren steigt ständig. So werden inzwischen 300 Wiesenflächen artgerecht bewirtschaftet, indem in erster Linie nur Teilabschnitte wechselseitig und viel seltener gemäht werden. Kleine Veränderung, große Wirkung für unsere Tagfalter! Denn an den Halmen und Blättern sitzen Eier, Raupen oder Puppen, die durch eine Komplettmahd keine Überlebenschance haben.

Informationen zum Projekt

"Puppenstuben gesucht - Blühende Wiesen für Sachsens Schmetterlinge" ist eine sachsenweite Mitmachaktion. Kooperationspartner sind die Sächsische Landesstiftung Natur und Umwelt, das Senckenberg Museum für Tierkunde Dresden, der Naturschutzbund Deutschland (NABU), der Landesverband Sachsen e. V., das Sächsische Landeskuratorium ländlicher Raum e.V. und der Deutsche Verband für Landschaftspflege e.V. Unterstützt wird das Projekt durch den Naturschutzfonds der Sächsischen Landesstiftung Natur und Umwelt aus Zweckerträgen der Lotterie Glücksspirale.

Alle Infos zum Projekt finden Sie unter: www.schmetterlingswiesen.de.