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Brandschutz gefährdet? Wie Feuerwehrkameraden für den Erhalt ihrer Ortsfeuerwehr kämpfen

Feuerwehr Kameraden verteilen Löscheimer

Naunhof/Fuchshain. 

Naunhof/Fuchshain. Mit Löscheimern und einer Anleitung zur Benutzung machen die Naunhofer Kameraden auf die prekäre Situation in einer ihrer Ortsfeuerwehren aufmerksam. Gemeinsam mit Kameraden aus Ammelshain und Naunhof haben die Fuchshainer Floriansjünger am Samstag symbolische Löscheimer in Fuchshain und Albrechtshain verteilt.

Ein hinzugefügter Flyer erklärt die Maßnahme: "An alle Einwohner/innen der Ortschaften Albrechtshain und Fuchshain Der in der Presse oft genannte demografische Wandel unserer Gesellschaft macht sich auch in unseren Freiwilligen Feuerwehren bemerkbar. Die Mitgliederzahlen sind landesweit seit Jahren rückläufig. Entgegen der weitverbreiteten Meinung, verdient bei der Feuerwehr Fuchshain keiner seinen Lebensunterhalt durch den Feuerwehrdienst in der Gemeinde. Auch in und um Fuchshain helfen Dir in allen Fällen ausschließlich ehrenamtliche Feuerwehrleute! Also Menschen wie Du - oder Dein Nachbar, Schüler, Studenten, Beamte, Akademiker, Handwerker und Angestellte. Neben der feuerwehrtechnischen Ausbildung kommt dabei aber auch das Gemeinschaftliche nicht zu kurz. So fördern wir z.B. mit einigen öffentlichen Veranstaltungen das Ortsleben. Haben wir dein Interesse geweckt? Weitere Informationen über die Arbeit unserer Feuerwehr erfährst du auf der Internetseite www.naunhof.de".

Noch mindestens fünf neue Kameraden werden gesucht

Hintergrund der Maßnahme ist die Mitgliederzahl der Fuchshainer Wehr. "Aktuell fungiert die Wehr als Löschgruppe für die Feuerwehr Naunhof", erklärt Naunhofs Ortsfeuerwehrleiter Ulf Kendschek. "Derzeit sind die Fuchshainer nur sieben Kameraden". Mindestens zwölf müssen sie werden, denn im schlimmsten Fall müsste die Wehr geschlossen werden. Außerdem stehen dadurch auch Fördermittel für ein neues Löschfahrzeug der Fuchshainer Wehr auf der Kippe. "Daher haben wir vorübergehend die Verantwortung für die Wehr mit übernommen", so Kendschek.

Viel Schlimmer jedoch ist die Tatsache, dass "Im Einsatzfall wertvolle Minuten vergehen könnten" bis Wehren aus anderen Ortschaften vor Ort sind und erste Maßnahmen einleiten könnten. Aktuell vertritt Florian Demand die Wehr stellvertretend und hofft durch die Maßnahme einen Mitgliederzuwachs zu generieren: "Wer nichts macht kommt nicht voran, ohne Werbung geht es nicht. Wir sind froh dass uns die beiden Ortsfeuerwehren und die Stadtverwaltung fest unterstützen".



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