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Brexit wird Realität

Politik Was sind die Auswirkungen für Sachsen?

In der Nacht zum Samstag um 24 Uhr mitteleuropäischer Zeit, 23 Uhr britischer Zeit, treten die Briten aus der EU aus und der Brexit wird Realität. Für Bürgerinnen und Bürger sowie Unternehmen ändert sich zunächst nicht viel, denn das Austrittsabkommen sieht eine Übergangsphase bis Ende 2020 vor. Großbritannien wird bis dahin im Wesentlichen weiter wie ein Mitgliedsstaat behandelt. So kommt es zu keinem harten Bruch der Beziehungen zwischen der EU und Ihren Mitgliedstaaten mit Großbritannien.

Es gibt eine Übergangsphase

Bis Ende des Jahres müssen sich die Briten weiter an EU-Recht halten und auch weiter in den EU-Haushalt einzahlen. Diese Übergangsphase ist einmalig um maximal zwei Jahre durch gemeinsame Entscheidung der EU und des Vereinigten Königreiches verlängerbar.

Sachsens Wirtschaftsminister Martin Duhlig sagt zum Austritt Großbritanniens folgendes:

"Aber der Brexit ist auch für unsere Wirtschaft ein tiefer Einschnitt. Das Vereinigte Königreich ist für den Freistaat Sachsen schließlich das drittwichtigste Exportland. Jetzt geht es darum, die künftige Zusammenarbeit zwischen Großbritannien und der EU für beide Seiten fair und gewinnbringend auszugestalten. Sachsen will weiterhin gute Handelsbeziehungen zu Großbritannien pflegen. Handel, der auf klaren Spielregeln basiert, verspricht Wachstum, schafft und sichert Arbeitsplätze und ist damit gut für unsere sächsische Wirtschaft. Ich erwarte, dass das Vereinigte Königreich die Verhandlungen mit der Europäischen Kommission in diesem Geiste führt.

Der Freistaat steht an der Seite der sächsischen Unternehmen. Damit sie sich möglichst breit aufstellen und nicht von einigen wenigen Märkten abhängig sind, unterstützt Sachsen die Unternehmen bei ihrer Internationalisierung. Neben der finanziellen Förderung gehören dazu passgenaue Angebote zur Erschließung internationaler Märkte. In diesem Jahr sind mehr als 150 Maßnahmen in mehr als 30 Ländern geplant. Dazu zählen Unternehmerreisen ebenso wie Messebeteiligungen und die etablierte Sächsische Außenwirtschaftswoche. Die Wirtschaftsförderung Sachsen und die sächsischen Kammern bieten umfangreiche Informations- und Beratungsangebote zu Fragen der Internationalisierung und speziell zum Brexit."

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