Chemnitzer arbeiten 1.392 Stunden pro Jahr

Statistik "Stadt der Moderne" ist somit Schlusslicht unter den sächsischen Städten

chemnitzer-arbeiten-1-392-stunden-pro-jahr
Foto: Rico Hinkel

In Chemnitz wird das Geld verdient, in Leipzig vermehrt und in Dresden ausgegeben. Dieses eiserne Klischee gerät angesichts der Zahlen des Statistischen Landesamtes ins Wanken. Laut einer aktuellen Erhebung wurde in der "Arbeiterstadt" Chemnitz 2016 das geringste Arbeitspensum je Erwerbstätigen erbracht. Mit jeweils 1.392 Stunden im Jahr landet die Stadt gemeinsam mit Leipzig auf dem letzten Platz.

Zum Vergleich: Der Sachendurchschnitt lag bei 1.411 Arbeitsstunden. Mit insgesamt 1.434 Stunden setzte sich der Landkreis Meißen an die Spitze. Innerhalb der einzelnen Branchen gab es bei der Pro-Kopf-Arbeitszeit 2016 deutliche Unterschiede. Mit 1.638 Stunden arbeitete ein Erwerbstätiger im Baugewerbe in Sachsen am längsten. Im Gegensatz dazu betrug die durchschnittliche Arbeitszeit je Erwerbstätigen im Bereich Öffentliche und sonstige Dienstleister, Erziehung und Gesundheit nur 1.352 Stunden.

Von reichlich zwei Millionen Erwerbstätigen wurden in Sachsen übrigens knapp 2,872 Milliarden Arbeitsstunden erbracht.