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Corona-Impfung: Wann bin ich dran?

Ratgeber Die Prioritätenliste der Bundesregierung auf einen Blick

Der Anlauf der Impfungen gegen das Coronavirus birgt die große Hoffnung, dass sich 2021 in Bezug auf die Pandemie endlich ein Licht am Ende des Tunnels zeigt. Laut Bundesregierung sollen 11 bis 13 Millionen Impfdosen im ersten Quartal 2021 verimpft werden. Dabei fragen sich viele: Wann bin ich dran? Eine genaue zeitliche Eingrenzung ist aktuell aufgrund der unsicheren Verfügbarkeit der Impfstoffe kaum möglich. Einen vagen Anhaltspunkt liefert die Prioritätenliste des Gesundheitsministerium, das die Bevölkerung in vier Impfgruppen einteilt. Die Redaktion des unabhängigen Verbraucherportals Vergleich.org hat diese Informationen in eine Infografik übertragen (Fotos). Die Impfgruppen im Detail:

Impfgruppe 1: Höchste Priorität

In der ersten Impfgruppe befinden sich die besonders gefährdeten Bevölkerungsgruppen der Über-80-Jährigen, Pflegepersonen in stationären Einrichtungen und ambulanten Pflegediensten, medizinische Beschäftigte mit hohem Expositionsrisiko (z.B. Intensivstationen, Notaufnahmen, Rettungsdienste, als Leistungserbringer der spezialisierten ambulanten Palliativversorgung, SARS-CoV-2-Impfzentren und Bereiche mit infektionsrelevanten Tätigkeiten). Zur ersten Impfgruppe zählen auch medizinische Beschäftigte, die Menschen mit einem hohen Risiko behandeln oder betreuen (v.a. Hämato-Onkologie und Transplantationsmedizin).

Impfgruppe 2: Hohe Priorität

In der zweiten Gruppe sind Über-70-Jährige, Menschen mit einer geistigen Behinderung bzw. Demenz oder nach einer Organtransplantation sowie deren enge Kontaktpersonen oder Pfleger in stationären oder ambulanten Einrichtungen. Außerdem gehören Kontaktpersonen von Schwangeren dazu sowie medizinisches Personal mit hohem oder erhöhten Infektionsrisiko, also zum Beispiel Ärzte und weiteres Personal mit regelmäßigem Patientenkontakt. Darüber hinaus umfasst die Gruppe Polizei- und Ordnungskräfte, die im Dienst einem hohen Infektionsrisiko ausgesetzt sind (beispielsweise bei Demonstrationen), Mitarbeiter im öffentlichen Gesundheitsdienst oder der Krankenhausinfrastruktur sowie Menschen, die in Flüchtlings- oder Obdachloseneinrichtungen leben oder tätig sind.

Impfgruppe 3: Erhöhte Priorität

Zu dieser Gruppe gehören alle Personen, deren Infektionsrisiko als leicht erhöht im Gegensatz zur Normalbevölkerung eingeschätzt wird, darunter alle Über-60-Jährigen, Personen mit Vorerkrankungen wie zum Beispiel Adipositas (Fettleibigkeit), Diabetes oder Asthma und medizinische Beschäftigte in Bereichen mit wenig Expositionsrisiko, zum Beispiel in Laboren. Hinzu kommen noch Beschäftigte im Regierungsbereich und weiteren Einrichtungen des Bundes wie der Polizei oder THW, Personen in relevanter Position in Unternehmen der kritischen Infrastruktur wie beispielsweise Apotheken, Lehrer und Erzieher sowie Menschen in prekären Lebenssituationen.

Impfgruppe 4: Normale Priorität

Eine Gruppe 4 gibt es zwar nicht offiziell, doch fallen hierunter letztlich alle gesunden Unter-60-Jährigen, denen keine besondere Priorität bei der Verteilung des Impfstoffs zukommt. Diese Bevölkerungsgruppe muss sich am längsten gedulden.