Das Buch als Verlegenheitslösung?

Angemerkt Das geschriebene Wort wieder wertschätzen - ein Kommentar von Wieland Josch

Foto: Thomas Schmotz

Der Nikolaustag ist in jedem Jahr so etwas wie die "Deadline". Wer an diesem Tag noch nicht geschnallt hat, dass Weihnachten nah ist, der dürfte auf ein Problem zusteuern. Spätestens jetzt sollte man zumindest einen groben Plan für die Geschenke haben.

Von Jahr zu Jahr wird das schwieriger, denn gute Ideen dafür hatte man ja schon bei all den vergangenen Malen. Nicht wenige greifen nach Verlegenheitslösungen. So bitter es klingt: Ausgerechnet das Buch, das wohl höchste Kulturgut der Menschheit, ist zu einer solchen geworden.

War es vor dem Mattscheibenzeitalter noch das Besondere, sagen sich viele, die vor allem ihre Nachkommenschaft mit Smartphone & Co. in mehrfacher Hinsicht abgeschaltet haben, man könne ja mal wieder ein Buch schenken. Ein Tipp: Sollten Sie deshalb in eine Buchhandlung gehen, dann vertiefen Sie sich ruhig selbst mal wieder in das Gedruckte. Sie werden staunen, wie schnell Ihnen auffällt, dass ein Buch alles andere als ein Lückenbüßer ist.