Das erste Motorsport-Fest des neuen Jahres

Motorsport Auerswald-Brüder luden wieder zur SuperEnduro-WM

SuperEnduro-WM 2019: Blazusiak, Webb, Haaker (v.l.). Foto: Thorsten Horn

Riesa. Mit dem von den Brüdern Daniel und Tobias Auerswald aus Hohndorf bei Oelsnitz/Erzg. zum nun schon fünften Mal in Riesa ausgerichteten Lauf zur SuperEnduro-Weltmeisterschaft 2018/2019 begann das neue Motorsportjahr am vergangenen Samstag erneut mit einem echten Paukenschlag. Mittendrin statt nur dabei waren auch wieder einige Wagemutige aus dem Erzgebirge. Allerdings ist SuperEnduro etwas für Spezialisten. So geben in den beiden WM-Klassen "Prestige" und "Junior", bis auf wenige Ausnahmen, Profis den Ton an. Um der enduroverrückten Region gerecht zu werden und den vielen hiesigen Piloten vor mehreren Tausend Besuchern ebenfalls ein Bühne zu bieten, schufen Daniel und Tobias Auerswald als Rahmenrennen eine dritte Klasse, welche sie "National" tauften.

Westerzgebirger mittendrin

Hier versuchten mit den bereits bei ähnlichen Wettbewerben schon recht erfolgreichen Marcel Teucher aus Thermalbad Wiesenbad/Ortsteil Wiesa, Louis Richter aus Pockau und Robert Escher aus Schwarzenberg sowie René Dietrich aus Frankenberg, Michel Erhardt aus Hohndorf, und dem Krumhermersdorfer Jeremy Lesch sechs Westsachsen, unter den 40! Startern einen von nur 14 Startplätzen für die beiden Wertungsläufe im Hauptprogramm am Abend zu qualifizieren. Dies gelang letztlich nur den beiden zuerst Genannten. Während Marcel Teucher mit Platz fünf im ersten Heat sehr gut in den Rennabend startete und nach Platz zehn im zweiten Gesamtneunter wurde, musste sich Louis Richter nach den Plätzen zwölf und 14 mit Rang 13 begnügen.

Viel Lob für eine tolle Veranstaltung

Dennoch zogen beide ein positives Fazit. So erklärte Marcel Teucher anschließend: "Prinzipiell ist es immer geil, hier zu fahren. So viele eigene Fans hat man natürlich woanders nicht. Allerdings hat mir die Strecke nicht so gut gefallen, denn sie war mit vielen Sprüngen etwas Supercross-lastig und weniger SuperEnduro-typisch. Auf die zwei Wasserbecken folgte eine Stein-Sektion, die dadurch sehr rutschig war. Dort habe ich die meisten Fehler gemacht und viel Zeit liegen lassen. Ansonsten war ich mit meinem Speed zufrieden, ich muss nur konstanter werden. Ich fahre ja den SuperEnduro-Europe-Cup, wo noch zwei Rennen anstehen. Daher war das ein sehr gutes Training für mich, auch konditionell, denn auf so einer sehr anstrengenden und kräftezehrenden Strecke ist man im Prinzip nach zwei Runden schon ziemlich am Ende. Unterm Strich bleibt festzuhalten, dass es wieder eine absolut spitzenmäßige Veranstaltung war."

Ähnlich Worte fand auch Louis Richter. Er sagte nach getaner Arbeit: "Die Veranstaltung war super gut und hat echt viel Spaß gemacht. Leider hatte ich eine Woche zuvor eine Absprengung im Handwurzelknochen und daher mehr mit den Schmerzen zu kämpfen, als dass ich mich auf die schwierige Strecke konzentrieren konnte. Ich habe mich echt gefreut, dass ich mich für die Rennen überhaupt qualifizieren konnte, was ich voriges Jahr nicht geschafft hatte. Es war schon aufregend, am Abend in die volle Halle reinzufahren. Ich muss zugeben, dass ich ganz schön nervös war."